Deutschland und Griechenland stärken die Forschungszusammenarbeit

Beide Länder investieren insgesamt 10 Millionen Euro in gemeinsame Forschungsprojekte / Rachel: "Wir setzen gemeinsam auf Zukunftsfelder"

Deutschland und Griechenland bauen ihre Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung aus. Für bilaterale Projekte wird bis zum Jahr 2015 ein Budget von insgesamt rund zehn Millionen Euro bereitgestellt.

Damit wollen die beiden Länder ihre erfolgreiche Zusammenarbeit weiterentwickeln und eine solide Grundlage für verstärkte Kooperationen schaffen. Im Rahmen ihrer wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin und das griechische Ministerium für Bildung, religiöse Angelegenheiten, Kultur und Sport/Generalsekretariat für Forschung und Technologie in Athen daher eine neue Förderausschreibung veröffentlicht, die die Durchführung großer und finanziell umfangreicher bilateraler Projekte in Kooperation des öffentlichen und privaten Sektors fördern soll.

Der Wechsel hin zu Aktivitäten/Programmen, die zur wirtschaftlichen Entwicklung führen, wird zum Wachstum in spezifischen Forschungsbereichen gemeinsamen Interesses beitragen; beide Seiten können damit wirkungsvolle Beiträge zum gegenseitigen Nutzen ihrer Länder erbringen. Hiermit liefern sie zugleich ein erfolgreiches Instrumentarium zur Bewältigung der Herausforderungen der derzeitigen wirtschaftlichen Krise in Griechenland und weltweit.

Jedes Land fördert die Projektpartner aus dem eigenen Land, die sich in einem breiten Spektrum von Forschungsthemen bewerben können. Diese reichen zum Bespiel von der Gesundheits- und Energieforschung, der Bioökonomie über Schlüsseltechnologien, den Informations- und Kommunikationstechnologien, Nanotechnologie und Photonik bis hin zu den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel MdB, und der griechische Generalsekretär für Forschung und Technologie, Prof. Vassilis Maglaris, sagten: „Unser gemeinsames Ziel ist es, auf Zukunftsfelder zu setzen und damit die Wettbewerbsfähigkeit beider Länder zu stärken.“

Die neue, erweiterte Forschungs- und Entwicklungskooperation beider Länder basiert auf der deutsch-griechischen Vereinbarung über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit vom 30. November 1978 und berücksichtigt die die Deutsch-Griechische Partnerschaftsvereinbarung zur Stärkung der deutsch-griechischen Zusammenarbeit, die von der Bundeskanzlerin und dem griechischen Ministerpräsidenten im März 2010 ins Leben gerufen worden war.

Die lange und fruchtbare Zusammenarbeit deutscher und griechischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Bereich von Wissenschaft und Technologie hat zu einer erfolgreichen Kommunikation von Wissenschaftlern und Akteuren geführt und zum Aufbau der für die erfolgreiche Umsetzung innovativer Vorhaben gegenseitigen Interesses notwenigen Infrastruktur in beiden Ländern beigetragen.

Das BMBF engagiert sich in einer engen Zusammenarbeit mit den griechischen Partnern im Bereich von Wissenschaft, Technologie und Innovation. „Die deutsch-griechische Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung birgt großes Potential. Sie kann Ausgangsbasis für die gemeinsame Teilnahme an weiteren europäischen Forschungsprojekten sein, zum Beispiel am Rahmenprogramm „Horizont 2020“, bekräftigt Staatssekretär Rachel.

Weitere Informationen zur Ausschreibung finden Sie unter http://www.bmbf.de/foerderungen/21656.php