Deutschland und Israel für gemeinsame Genforschung ausgezeichnet

Der deutsch-israelische ARCHES-Forschungspreis ist für herausragende Forschung in den Lebenswissenschaften verliehen worden. Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär, hat zwei Forscherteams an der Bar-Ilan Universität in Israel ausgezeichnet.

Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, mit den Preisträgern des ARCHES-Forschungspreises
Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel (Mitte) mitdem deutschen Botschafter Clemens von Goetze (links) und Professor Arie Zaban, Vizepräsident der Bar Ilan Universität (rechts). Neben Thomas Rachel stehen die Preisträger (Junker/Levanon) sowie die Leiterin der Life Science-Abteilung der Bar Ilan Universität (Tel Aviv), Prof. Shulamit Michaeli. © Haim Berkowitz

Der Forschungspreis ARCHES (Award for Research Cooperation and High Excellence in Science) ist an zwei deutsch-israelische Nachwuchsteams aus den Lebenswissenschaften verliehen worden. Erez Levanon von der naturwissenschaftlichen Fakultät der Bar-Ilan Universität und Jan-Philipp Junker vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin der Helmholtz-Gemeinschaft sind für ihre gemeinsame Genforschung ausgezeichnet worden. Sie haben die molekularen Grundlagen der Hirnentwicklung in Wirbeltieren erforscht.

Als weitere Preisträger wurden Omry Koren von der Fakultät für Medizin der Bar-Ilan Universität und Raffaele Teperino vom Helmholtz-Institut für Experimentelle Genetik München geehrt. Sie haben untersucht, welche Rolle die Darmbakterien für die Übertragung von Informationen in unsere Keimbahn spielen.

„Der ARCHES-Preis ist ein wichtiger Baustein in der Zusammenarbeit mit Israel, deren Breite und Vielfalt eine einzigartige Länderkooperation bildet“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel, der die Preise an der Bar-Ilan Universität in Ramat Gan überreichte. „Die gemeinsame Forschung baut Brücken zwischen den Menschen in beiden Ländern. Und das bei einer Zusammenarbeit auf höchstem Exzellenzniveau.“

Zuvor war Staatssekretär Rachel mit dem israelischen Forschungsminister Ofir Akunis zu einem Gedankenaustausch zusammengetroffen. Akunis betonte, wie wichtig Israel die Zusammenarbeit deutscher und israelischer Forscher sei. Rachel nutzte die Gelegenheit, um Minister Akunis zu einem Besuch nach Berlin einzuladen.

Der ARCHES-Preis wurde im Jahr 2008 anlässlich des deutsch-israelischen Wissenschaftsjahres vom Bundesforschungsministerium ins Leben gerufen. Er wird durch die Minerva Stiftung vergeben, die das Programm im Auftrag des BMBF verwaltet. Das Preisgeld von je 200.000 Euro dient weiteren Projekten der jungen Forschungsgruppenleiter in beiden Ländern.