Diabetes - zu viel Zucker im Blut

An der Zuckerkrankheit Diabetes leiden weltweit über 360 Millionen Menschen und die Erkrankung nimmt lebensstilbedingt zu. Gesundheitsforschung leistet einen wesentlichen Beitrag gegen diese Stoffwechsel-Erkrankung.

Diabetes mellitus zählt auch in Deutschland zu den Zivilisationskrankheiten. © Thinkstock

Die Gesundheitsforschung hat in den vergangenen Jahren wesentlich dazu beigetragen, die Behandlungsmöglichkeiten bei Diabetes zu verbessern. Die Lebensqualität der meisten Betroffenen ist heutzutage sehr hoch. Hinzu kommen bessere Therapien, die an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden können. In Deutschland sind mehr als sieben Millionen Patientinnen und Patienten an Diabetes erkrankt. Schätzungen zufolge haben ebenso viele Menschen einen unerkannten Diabetes oder zumindest ein hohes Risiko für diese Stoffwechsel-Erkrankung. Diabetes ist damit eine der großen Volkskrankheiten. Das Bundesforschungsministerium unterstützt Forschungsprojekte, die sich der Vorbeugung, Entstehung und der Therapie des Diabetes widmen.

Diabetes-Forschung langfristig sichern

Ein wesentlicher Eckpfeiler dieser Forschungsförderung ist das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung, kurz DZD. Es ist eines von insgesamt sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung. Im DZD arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Grundlagenforschung und Klinik eng vernetzt an innovativen und individualisierten Präventions- und Therapiestrategien gegen Diabetes. Dabei nutzen sie mordernste biomedizinische Technologien und Methoden. Zudem richtet sich das Zentrum, zusammen mit dem Helmholtz Zentrum München, mit einem Diabetes-Informationsdienst an Betroffene. Hier können diese unter anderem ihre Fragen an die Expertinnen und Experten des DZD richten.

Forschungsergebnisse umsetzen

Die Wirksamkeit von Diabetes-Therapien muss unter Alltagsbedingungen erprobt werden. Daraus können konkrete Maßnahmen abgeleitet werden, um die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Diabetes zu verbessern. Die Diabetesforschung ist daher auch Bestandteil in spezifischen Projektförderprogrammen des Ministeriums, die die institutionelle Förderung ergänzen. Beispielsweise werden in den Förderschwerpunkten der „versorgungsnahen Forschung“ sowie in den „Studien in der Versorgungsforschung“ und im „Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum Adipositas-Erkrankungen“ Forschungsprojekte zum Thema Diabetes gefördert.