Die Alexander von Humboldt Stiftung

Sechs Spitzenforscher aus dem Ausland haben den höchstdotierten deutschen Forschungspreis erhalten. "Mit den Humboldt-Professuren haben wir ein exzellentes Instrument, um mehr Spitzenforscher zu gewinnen", sagte Bundesministerin Johanna Wanka.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung wird mit über 95 Prozent aus Bundesmitteln finanziert. Im Jahr 2013 betrugen die von der Stiftung verausgabten Mittel 110 Millionen Euro.

Die 1953 gegründete, gemeinnützige Alexander von Humboldt-Stiftung fördert Wissenschaftskooperationen zwischen exzellenten ausländischen und deutschen Forscherinnen und Forschern. Sie wird hauptsächlich aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Auswärtigen Amtes finanziert. Mit Forschungsstipendien und Forschungspreisen ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung hoch qualifizierten ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Forschungsaufenthalte in Deutschland. Das dabei entstehende Alumni-Netzwerk und das gemeinsame Arbeiten mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Deutschland schafft eine dauerhafte Verbindung mit dem deutschen Wissenschaftssystem. In diesem Zusammenhang unterstützt die Stiftung auch Forschungsaufenthalte von deutschen Wissenschaftlern im Ausland. Zu den programmen zählen unter anderem:

  • Die Feodor Lynen-Forschungsstipendien ermöglichen deutschen Postdoktoranden einen Forschungsaufenthalt im Ausland.
  • Pro Jahr werden zwei Max-Planck-Forschungspreise für internationale Kooperationen verliehen.
  • Seit 2012 werden mit dem Anneliese Maier-Forschungspreis jährlich bis zu fünf herausragende Forscherinnen und Forscher der Geistes- und Sozialwissenschaften aus dem Ausland ausgezeichnet.
  • Die Alexander von Humboldt-Stiftung ist Kontaktstelle für Mobilitätsmaßnahmen im EU-Forschungsrahmenprogramm, insbesondere Marie-Curie-Maßnahmen.
  • Die Alexander von Humboldt-Stiftung ist als Nationale Koordinierungsstelle von EURAXESS Deutschland Informations- und Beratungsstelle für international mobile Forscherinnen und Forscher, die für eine wissenschaftliche Tätigkeit nach Deutschland kommen oder in ein anderes Land gehen möchten (Fördermöglichkeiten, Stellenangebote und weitere Servicefunktionen)
  • Um Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die bisher im Ausland tätig waren (Ausländer und Deutsche), für den Forschungsstandort Deutschland zu gewinnen, gibt es zwei Programme:
     
    • Mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis können Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus dem Ausland für fünf Jahre eine eigene Arbeitsgruppe an deutschen Forschungseinrichtungen aufbauen. Der Preis wird im Jahr 2014 zum siebten Mal verliehen.
    • Seit 2008 werden jährlich bis zu zehn Alexander von Humboldt-Professuren ausgelobt. Das Preisgeld in Höhe von bis zu 5 Millionen Euro für experimentell arbeitende bzw. 3,5 Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftler wird über einen Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung gestellt. Bisher haben 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Humboldt-Professur an einer deutschen Universität angetreten, davon stammt fast die Hälfte ursprünglich aus Deutschland.