Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Die Alexander von Humboldt-Stiftung fördert den Austausch zwischen exzellenten ausländischen und deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern – zum Beispiel mit Forschungsstipendien und der renommierten Humboldt-Professur.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung wird mit über 95 Prozent aus Bundesmitteln finanziert. Im Jahr 2015 betrugen die von der Stiftung verausgabten Mittel 114 Millionen Euro.

Die gemeinnützige Alexander von Humboldt-Stiftung wurde 1953 gegründet und wird hauptsächlich aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Auswärtigen Amtes finanziert. Mit Forschungsstipendien und Forschungspreisen ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung hoch qualifizierten ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Forschungsaufenthalte in Deutschland.

Durch die Förderung der Humboldt-Stiftung entsteht ein Alumni-Netzwerk, das den ganzen Globus umspannt. In 140 Ländern forschen und lehren die sogenannten "Humboldtianer", die in ihrer wissenschaftlichen Arbeit von der Stiftung gefördert wurden. Um Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die bisher im Ausland tätig waren (Ausländer und Deutsche), für den Forschungsstandort Deutschland zu gewinnen, gibt es zwei Programme:

Alexander von Humboldt-Professur

Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Stiftung jährlich bis zu zehn weltweit führende, im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen aus. Ziel ist es, ihnen und ihren Teams eine dauerhafte Perspektive in Deutschland zu bieten. Das Preisgeld in Höhe von bis zu 5 Millionen Euro für experimentell arbeitende und 3,5 Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftler wird über einen Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung gestellt. Die Humboldt-Professur ist einer der renommiertesten Preise und wird seit dem Jahr 2008 verliehen.

Sofja Kovalevskaja-Preis

Der Sofja Kovalevskaja-Preis ist einer der höchst dotierten deutschen Wissenschaftspreise und ermöglicht den ausgezeichneten Forschern wissenschaftliche Arbeit zu einzigartigen Konditionen: Fünf Jahre lang können sie – unabhängig und ohne administrative Zwänge – ein eigenes Forschungsprojekt an einem Institut ihrer Wahl in Deutschland durchführen und eigene Arbeitsgruppen aufbauen. Die Preissumme beträgt bis zu 1,65 Millionen Euro pro Preisträger.

Ziel ist es, international umworbene Forschertalente bereits zu Beginn einer vielversprechenden Karriere in Kooperationen mit Wissenschaftlern in Deutschland einzubinden. So sollen der Forschungsstandort und insbesondere der wissenschaftliche Nachwuchs in Deutschland profitieren. Das Signal ist: Auch in Deutschland steht jungen Wissenschaftlern Wagniskapital zur Verfügung.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützt außerdem Forschungsaufenthalte von deutschen Wissenschaftlern im Ausland. Zu den Programmen zählen unter anderem:

Feodor Lynen-Forschungsstipendien

Die Feodor Lynen-Forschungsstipendien ermöglichen deutschen Postdoktoranden einen Forschungsaufenthalt im Ausland.

Max-Planck-Forschungspreise

Pro Jahr werden zwei Max-Planck-Forschungspreise für internationale Kooperationen verliehen.

Anneliese Maier-Forschungspreise

Seit 2012 werden mit dem Anneliese Maier-Forschungspreis jährlich bis zu acht herausragende Forscherinnen und Forscher der Geistes- und Sozialwissenschaften aus dem Ausland ausgezeichnet.