Die Begabtenförderungswerke

Begabtenförderungswerke unterstützen Studierende mit herausragenden Leistungen finanziell und ideell in ihrer akademischen Ausbildung. In Deutschland gibt es 13 Förderungswerke, die Stipendien an Studierende und Promovierende vergeben.

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Studierende erhalten derzeit ein Grundstipendium von bis zu 670 Euro im Monat, das in Anlehnung zum BAföG abhängig vom eigenen Einkommen und Vermögen sowie vom Einkommen der Eltern berechnet wird. Zusätzlich erhalten sie eine Studienkostenpauschale in Höhe von 300 Euro im Monat. Promovierende erhalten bis zu 1.150 Euro pro Monat. Die Rahmenbedingungen zur finanziellen Förderung sind durch die Förderrichtlinien des BMBF vorgegeben.

Überdurchschnittliche Leistungen sind bei der Bewerbung genauso wichtig wie gesellschaftliches oder soziales Engagement. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützten Begabtenförderungswerke tragen mit ihrer ideellen und finanziellen Förderung dazu bei, hoch qualifizierte und verantwortungsbewusste Persönlichkeiten heranzubilden.

Die Bundesregierung hat die Förderung leistungsstarker junger Menschen durch die Begabtenförderungswerke in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. In den letzten Jahren wurden die Haushaltsmittel für die Begabtenförderung in bislang beispielloser Weise von 80,5 Millionen (2005) auf 232,6 Millionen Euro (2015) gesteigert. So gelang es, im Jahr 2008 erstmalig ein Prozent der Gesamtstudierendenzahl als Stipendiaten zu fördern und damit mehr Studierende als jemals zuvor bei ihrer akademischen Ausbildung zu unterstützen. Die Zahl der von den Begabtenförderungswerken geförderten Studierenden ist so von rund 13.400 (2005) auf rund 27.600 (2015) gestiegen.

Die Begabtenförderungswerke spiegeln die Vielfalt der deutschen Gesellschaft wider. Sie bilden die verschiedenen weltanschaulichen, religiösen, politischen, wirtschafts- oder gewerkschaftsorientierten Strömungen in Deutschland ab.