Die Berufsbildungsforschungsinitiative (BBFI) des BMBF

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, zunehmender Globalisierung und Innovationsorientierung wird ein zukunftsfähiges modernes Berufsbildungssystem benötigt, welches sich an den Bedürfnissen unterschiedlicher Zielgruppen orientiert.

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Mit Blick auf die Komplexität der für die Berufsbildungspolitik entscheidungsbeeinflussenden Faktoren und Rahmenbedingungen gilt es eine konsistente und konsequente Berufsbildungspolitik zu realisieren. Dazu soll die Berufsbildungsforschung bedarfsorientierte Erkenntnisse liefern.

Vor diesem Hintergrund startete das BMBF in 2006 seine Berufsbildungsforschungsinitiative, die durch eine konkrete Zielvorgabe und Programmatik strukturiert ist.

Das Ziel der geplanten Forschungsvorhaben ist es, Informationen, Daten und Vorschläge in Form von Expertisen und empirischen Untersuchungen für bildungspolitisches Handeln zu generieren. Diese Initiative soll dabei als lernendes System verstanden werden, welches sich kontinuierlich in seiner inhaltlichen Ausrichtung an den bildungspolitischen Anforderungen orientiert. Dies schließt ein, dass sich die Initiative immer auch nach unterschiedlichen Zielvorstellungen, Rahmenbedingungen und Zeithorizonten ausrichtet.

Die Programmatik der BBFI orientiert sich an den vom Innovationskreis Berufliche Bildung (IKBB) entwickelten "10 Leitlinien zur Modernisierung der beruflichen Bildung" (s. Berufsbildungsbericht 2008).

Leitlinie 1  -   Mehr Schulabschlüsse erreichen - Ausbildungsreife verbessern

Leitlinie 2  -  Ausbildungsvorbereitung für Benachteiligte optimieren - Strukturen neu ordnen

Leitlinie 3  -  Übergänge optimieren - Wege in betriebliche Ausbildung sichern

Leitlinie 4  -  Berufsprinzip stärken - Flexibilisierung vorantreiben

Leitlinie  5  -  Ausbildung verbreitern - Ausbildungskapazitäten effektiv nutzen