Die Bildung der Zukunft ist digital – und analog

In der dritten BMBF-ZukunftsNacht diskutierten Bürgerinnen und Bürger über Potenziale von digitaler Bildung und die Herausforderungen, die sich dadurch ergeben

Schülerinnen und Schüler beim medienbegleiteten Lernen unterstützen, mehr Forschung zu den ethischen Aspekten der Digitalisierung betreiben und eine frei zugängliche zentrale Plattform für Lerninhalte fördern – das sind nach Ansicht der Teilnehmer an der BMBF-"ZukunftsNacht" wichtige Aufgaben. Rund 130 Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter von Politik und Wissenschaft waren dazu am Montagabend mit Ministerialdirigent Stefan Luther ins Gespräch gekommen. Unter dem Titel "Lehren, Lernen und Leben in der digitalen Welt" diskutierten die Teilnehmer mehr als zwei Stunden über die Chancen und Grenzen digitaler Bildung. Die Ergebnisse des Bürgerdialogs wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auswerten und in die Entwicklung langfristiger, bürgernaher Innovationsstrategien einbeziehen.

Digitale Bildung kann das Lernen besser und leichter machen, aber nicht alles Digitale ist auch pädagogisch sinnvoll, das war die Ansicht vieler Diskussionsteilnehmer. Auch wenn digitale Technologien eine immer größere Rolle spielen, bleibt das Begreifen im wörtlichen Sinn ein elementarer Bestandteil des Lernens, so zum Beispiel in der Berufsausbildung: Hier lässt sich der Umgang mit Werkzeug und Material digital ergänzen, aber nicht ersetzen.

Die Rolle der Lehrkräfte sehen die Teilnehmenden durch lernbegleitendes digitales Material teilweise sogar gestärkt, zum Beispiel weil sie mehr Zeit und Aufmerksamkeit für die sozialen Aspekte der Lehre einsetzen können. Für viele der Teilnehmer war klar: Es bedarf mehr Forschung und mehr gesicherten Wissens, etwa zu den Folgen der Digitalisierung und dem didaktisch sinnvollen Einsatz von digitalen Medien. Dies zeigte sich in der Abstimmung über mögliche Handlungsempfehlungen für das BMBF. Nach jeder Diskussionsrunde zu den drei Oberthemen: "Was lernen wir in Zukunft?", "Wie lernen wir in Zukunft?" und "Wer lehrt in Zukunft?" wurden diese gewichtet.

Die ZukunftsNacht fand im Rahmen des ZukunftsForums des BMBF statt. Das Format besteht aus jeweils drei Phasen: dem ZukunftsMonitor, einer repräsentativen Umfrage zum Thema, dem ZukunftsTag, einem ganztägigen Workshop, und – als Höhepunkt des Dialogformats – der ZukunftsNacht, bei der die Hausleitung des BMBF mit Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Während des ZukunftsTags Ende September hatten 50 Bürgerinnen und Bürger aus ganz Deutschland mit Expertinnen und Experten über Chancen und Herausforderungen der digitalen Bildung gesprochen und gemeinsam Empfehlungen entwickelt. Die Gäste der ZukunftsNacht diskutierten diese Ideen und stimmten darüber ab, welchen Vorschlägen sich das BMBF vorrangig widmen soll.

Im kommenden Frühjahr findet die vierte und letzte Runde der ZukunftsForen statt. Dann geht es um das Thema "Wissen schaffen. Denken und Arbeiten in der Welt von morgen." Für die Teilnahme an der BMBF-ZukunftsNacht können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger bereits online registrieren: www.zukunft-verstehen.de/registrieren.

Weitere Hintergründe und Ergebnisse des ZukunftsForums "Lehren, Lernen und Leben in der digitalen Welt" sowie Fotos finden Sie in Kürze unter:

http://www.zukunft-verstehen.de