Das G7-Wissenschaftsministertreffen in Berlin

In Berlin haben sich die G7-Wissenschaftsminister getroffen. Sie haben diskutiert, wie sie ihre Forschungsaktivitäten verstärken können. Dabei ging es um armutsbedingte Krankheiten, die Zukunft der Meere und globale Forschungsinfrastrukturen.

Globale Aufgaben gemeinsam lösen: In Berlin beraten die G7-Wissenschaftsminister. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Der Kampf gegen armutsbedingte Krankheiten in Entwicklungsländern und die Vermüllung der Meere durch Plastikmüll – das sind die Herausforderungen, denen sich die G7-Staaten stellen wollen. Um über ein gemeinsames Vorgehen zu beraten, haben sich die G7-Wissenschafstminister am 8. und 9 Oktober in Berlin getroffen.

Das Treffen der Wissenschaftsminister knüpfte an den G7-Gipfel im Juni 2015 an. Bereits auf Schloss Elmau haben die Regierungschefs der G7 über Aktionspläne beraten und sich über gemeinsame Werte verständigt.

Bundesministerin Johanna Wanka mit Martial De-Paul Ikounga, dem Kommissar für Wissenschaft und Technologie der Afrikanischen Union © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Das Treffen der Wissenschaftsminister fand nun zum dritten Mal statt. Wie man die internationalen Forschungsaktivitäten noch besser koordinieren kann, war die zentrale Frage beim ersten Treffen der Wissenschaftsressorts im Juni 2008 im japanischen Okinawa. Im Juni 2013 folgte ein weiteres Treffen in London – beide Male allerdings noch in der Konstellation der G8.

Die bedeutendsten Industrienationen

In der „Gruppe der Sieben“ (G7) treffen sich jährlich die bedeutendsten Industrienationen der Welt zu einem informellen Austausch. Die Gruppe besteht aus Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, dem Vereinigten Königreich sowie den Vereinigten Staaten. Nach der Aufnahme Russlands im Jahr 1998 wurde der Kreis zu G8 erweitert. Seit März 2014 tagen die Mitglieder jedoch wieder als G7, nachdem sie Russland aufgrund des Verhaltens in der Krimkrise aus dem Kreis der Mitglieder ausgeschlossen hatten.

Bundesministerin Johanna Wanka und Margaret Chan, Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Wissenschaft und Forschung haben in allen G7-Staaten einen hohen Stellenwert. Wir müssen unser Wissen und Können einbringen, um dort zu helfen, wo Menschheitsaufgaben zu lösen sind.

Johanna Wanka am 9.  Oktober 2015