Die Exzellenzinitiative stärkt die universitäre Spitzenforschung

Mit der Exzellenzinitiative fördern Politik und Wissenschaft bis Oktober 2017 herausragende Projekte und Einrichtungen an den Hochschulen. An sie schließt sich eine neue Bund-Länder-Initiative zur Förderung universitärer Spitzenforschung an.

Die Exzellenzinitiative stärkt die Hochschulen. © Thinkstock

Die Exzellenzinitiative stärkt die Hochschulen als Stätten der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Hochschulen werden so für hervorragende Studierende, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus dem In- und Ausland attraktiver.

Graduiertenschulen, Exzellenzcluster, Zukunftsprojekte

Dazu wurden Projekte in drei Förderlinien ausgezeichnet: Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, Exzellenzcluster zur Förderung der Spitzenforschung und Zukunftsprojekte zum projektbezogenen Ausbau der universitären Forschung. Das in dieser Form einmalige Programm hat schon in kurzer Zeit die deutsche Hochschul- und Wissenschaftslandschaft nachhaltig verändert.

Die Bund-Länder-Vereinbarung zur Exzellenzinitiative wurde im Sommer 2005 für eine erste Förderperiode bis zum 31. Dezember 2011 mit insgesamt 1,9 Milliarden Euro (davon 75 Prozent vom Bund, 25 Prozent vom Sitzland) abgeschlossen. Am 4. Juni 2009 hatten die Regierungschefs der Länder und die Bundeskanzlerin die Fortsetzung der Exzellenzinitiative bis 2017 mit insgesamt 2,7 Milliarden Euro beschlossen. Das wissenschaftsgeleitete Auswahl- und Begutachtungsverfahren wurde der Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V. (DFG) und dem Wissenschaftsrat übertragen.

Mitte Juni 2012 wurden zum letzten Mal 45 Graduiertenschulen, 43 Exzellenzcluster und 11 Zukunftskonzepte zur Förderung ausgewählt. Von diesen insgesamt 99 Projekten, die seit November 2012 über insgesamt fünf Jahre gefördert werden, waren 70 Vorhaben bereits in der ersten Phase erfolgreich.

Evaluation vorgelegt

Bereits 2009 hatten Bund und Länder die Evaluation der Exzellenzinitiative beschlossen. Die DFG und der Wissenschaftsrat hatten der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) im Juni 2015 ihren datengestützten Bericht über den Verlauf der Exzellenzinitiative vorlegt. Zusätzlich hatte die GWK eine externe Kommission unter Beteiligung internationaler Expertinnen und Experten mit einer Evaluation des Programms und seiner Auswirkungen auf das deutsche Wissenschaftssystem beauftragt. Es sollten Auswirkungen sowohl auf geförderte als auch auf nicht geförderte Hochschulen dargestellt werden.

Mit Dieter Imboden, bis 2012 Präsident des Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, konnte ein international renommierter Wissenschaftler und Wissenschaftsmanager zum Vorsitzenden der Expertenkommission gewonnen werden.

Die Ergebnisse dieser Evaluation wurden der GWK im Januar 2016 vorgelegt.