Die Helmholtz-Gemeinschaft

Die Helmholtz-Gemeinschaft feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Sie ist die größte Forschungsorganisation Deutschlands. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bearbeiten die drängenden Fragen von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft.

Die Arbeit von Helmholtz zielt darauf ab, die Lebensgrundlagen langfristig zu sichern und die technologische Basis für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft zu schaffen. Die Wissenschaftler konzentrieren sich dabei auf Systeme hoher Komplexität - etwa wenn es darum geht, Mobilität und Energieversorgung zu sichern, die Umwelt zu erhalten oder Therapien für Krankheiten zu finden. Die Helmholtz-Zentren verantworten ihre Aufgaben weitgehend in wissenschaftlicher Autonomie.

Dabei bündelt die Helmholtz-Gemeinschaft ihre Kräfte in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Verkehr und Weltraum. Für jeden entwickeln die Wissenschaftler Programme, die von internationalen Experten bewertet werden. Diese Bewertung bildet die Grundlage für die programmorientierte Förderung der Helmholtz-Forschung.

In den sechs Forschungsbereichen kooperieren die Helmholtz-Wissenschaftler untereinander und mit externen Partnern - über die Grenzen von Disziplinen, Organisationen und Nationen hinweg. So arbeiten Naturwissenschaftler, Mediziner oder Biologen, aber auch Geisteswissenschaftler zusammen, um etwa in der Umweltforschung entscheidende Fortschritte zu erzielen, die langfristig die Lebensgrundlagen des Menschen sichern. Helmholtz steht für konzertierte Forschung, die die Vernetzung als Prinzip für forschendes Denken und Handeln voraussetzt.

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist die größte Forschungsorganisation Deutschlands. Ihr Gesamtbudget beträgt rund 3,6 Milliarden Euro. Davon werden gut zwei Drittel aus Mitteln der öffentlichen Hand finanziert (Bund 90 Prozent, Länder 10 Prozent). Fast 30 Prozent werben die einzelnen Helmholtz-Zentren selbst als Drittmittel aus dem öffentlichen und privatwirtschaftlichen Bereich ein. Die Organisation hat fast 38.000 Mitarbeiter, davon sind mehr als 20.000 Wissenschaftler.

Entscheidend für den Etat der Helmholtz-Gemeinschaft ist der "Pakt für Forschung und Innovation". Mit ihm erhalten Organisationen der gemeinsam von Bund und Ländern geförderten Forschungseinrichtungen (Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft und Leibniz-Gemeinschaft) sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft als Förderorganisation finanzielle Planungssicherheit. Ihre Zuschüsse steigen jährlich.

Mehrere Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Helmholtz-Gemeinschaft haben Nobelpreise erhalten. Seit dem Jahr 1999 verleiht die Helmholtz-Gemeinschaft jährlich auf ihrer Jahrestagung den Wissenschaftspreis des Stifterverbandes - Erwin Schrödinger-Preis.