Die Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks

Die Sozialerhebung ist eine international einzigartige Langzeituntersuchung: Sie informiert über die soziale und wirtschaftliche Lage von Studierenden in Deutschland.

Immer mehr junge Leute studieren © dpa/picture-alliance.de

Bereits 1951 fand die erste Befragung Studierender in den Grenzen der Bundesrepublik und Westberlins statt. Seitdem liefert die Sozialerhebung im regelmäßigen Rhythmus von drei bis vier Jahren Informationen zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden sowie zu ausgewählten Aspekten zur Studiensituation. Waren es Anfang der Fünfzigerjahre noch rund 110.000 Studierende in den zehn Ländern der Bundesrepublik, so geht es heute um die Lebenssituation von 2,8 Millionen Immatrikulierten an Hochschulen in Gesamtdeutschland.

Wichtige Datenquelle für die Hochschulpolitik

Ob zu Hochschulreformen, zur Diversität der Studierendenschaft, zur Modernisierung des BAföG oder zur studentischen Erwerbstätigkeit – die Sozialerhebung liefert verlässliche Daten. Gerade im Rückblick auf über 65 Jahre Sozialerhebung wird deutlich, wie sich der Hochschulzugang und die Erfolgschancen im deutschen Hochschulsystem über Generationen verändert haben – nicht zuletzt in Bezug auf das Geschlecht.

Auch versorgt die Sozialerhebung die 58 Studenten- und Studierendenwerke in Deutschland mit Feedback zur Nutzung und Qualität ihrer Dienstleitungen und Raumangebote: vom Mensaessen bis zu Studentenwohnheimen.

Die Sozialerhebung ist eine wichtige Datenquellen für die nationale und europäische Berichterstattung: Sie liefert die wichtigsten empirischen Standarddaten zur Studierendenforschung für das Kapitel „Hochschule“ der nationalen Bildungsberichterstattung; daneben ist sie der deutsche Beitrag für die internationale Vergleichsuntersuchung „EUROSTUDENT“.

Die Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) ist seit 1982 vom HIS-Institut für Hochschulforschung durchgeführt worden. Seit September 2013 setzt das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) diese Arbeit als Nachfolgeorganisation fort. Finanziell gefördert wird die Sozialerhebung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Rekordbeteiligung bei der 21. Sozialerhebung

Studierende in Deutschland sind im Schnitt 24,7 Jahre alt, unverheiratet, in ein Vollzeit-Studium eingeschrieben und verfügen über 918 Euro im Monat. Das ist ein Ergebnis der 21. Sozialerhebung. Im Sommersemester 2016 war die Beteiligung an der erstmals online organisierten Befragung so hoch wie noch nie, die Angaben von mehr als 60.000 Studierenden an 248 Hochschulen konnten für die aktuelle Sozialerhebung ausgewertet werden – an der letzten Befragung 2012 nahmen rund 16.000 Studierende teil.