Digitale Hochschulbildung

Digitale Technologien erobern die Hochschullehre und verändern die Wege akademischer Wissensvermittlung. Das BMBF unterstützt die Entwicklung hin zu neuen Formen des akademischen Lehrens, Lernens und der Wissensproduktion.

Hochschule digital
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Die Hochschulen stehen vor weitreichenden Veränderungen: Auf verschiedenen institutionellen Ebenen, der Verwaltung, des Lehrens, Lernens sowie des Prüfens stehen die Hochschulen vor großen Herausforderungen. Digitalisierung kann dazu beitragen, die Hochschulbildung noch offener, gerechter, internationaler und leistungsfähiger zu machen. Wie kann das am besten gelingen? Das zu erforschen ist Aufgabe des Forschungsschwerpunkts "Digitale Hochschulbildung".

Das BMBF unterstützt im Förderschwerpunkt „Digitale Hochschulbildung“ seit 2017 Projekte, die sich unterschiedlichen Themen-  und Anwendungsfeldern widmen. Der Fokus liegt dabei auf der Generierung praktischen Handlungswissens und die Erschließung von Rahmenbedingungen. Anwendungsfelder können das experimentelle Lernen und Feedback im Lernprozess sein, die Verbreitung digitalisierter Lernumgebungen oder die Analyse von Bildungsinfrastrukturen und –ressourcen.

Offener, gerechter, internationaler

Digitalisierung kann dazu beitragen, die Hochschulbildung noch offener, gerechter, internationaler und leistungsfähiger zu machen. Wie kann das am besten gelingen? Das zu erforschen ist Aufgabe des Forschungsschwerpunkts "Digitale Hochschulbildung".

Bund-Länder-Initiative zur Förderung der Künstlichen Intelligenz in der Hochschulbildung

Mit der Bund-Länder-Vereinbarung „Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung“ streben Bund und Länder an, die Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz wirksam in der Breite des Hochschulsystems zu entfalten. Die Hochschulen werden dabei unterstützt, Künstliche Intelligenz in der Lehre noch besser zu nutzen und die Fachkräfte von Morgen mit einer wichtigen Kompetenz auszustatten.

Forschung zur digitalen Hochschulbildung

Erste Förderlinie: Wirksamkeit und Wirkungen aktueller Ansätze und Formate

Eine erste Förderlinie adressierte visionäre Vorhaben, die Forschungs- und Gestaltungsfelder digitaler Hochschulbildung, Rahmenbedingungen, Digitalisierungsstrategien sowie Einbindung technologischer Möglichkeiten untersuchte. Die Projekte der ersten Förderlinie wurden von 2017 bis 2020 gefördert.

Zweite Förderlinie: Innovationspotenziale Digitaler Hochschulbildung

Im Rahmen einer zweiten Förderlinie erforschen ausgewählte Projekte seit 2018 insbesondere solche Themen der digitalen Hochschulbildung, die durch ihre Innovationskraft die Hochschullandschaft nachhaltig verändern können. Interdisziplinäre Forschungskonsortien untersuchen in diesem Zusammenhang didaktische, technologische und organisatorische Gestaltungsaspekte digitaler Bildungsformate, die ein hohes Potenzial zur Beantwortung hochschul- und bildungspolitischer Fragestellungen beinhalten.

Dritte Förderlinie: Disziplin- und fachbezogene digitale Hochschulbildung

Im Rahmen einer dritten Förderlinie werden seit 2019 digitale Lehr- und Lernkonzepte innerhalb einzelner Disziplinen und Fächer anwendungsnah entwickelt, erprobt und erforscht – sogenannte digitale Fachkonzepte. Ziel der Förderlinie ist es, eine Weiterentwicklung von Lehr- und Prüfungsformaten innerhalb der Fächerkulturen voranzubringen. Unter Einbeziehung von Fachgesellschaften, Fakultätentagen oder Fachverbänden innerhalb der Einzel- und Verbundprojekte soll zudem eine standortübergreifende Transferkooperation digitaler Fachkonzepte an mehreren Standorten gewährleistet werden.

Vierte Förderlinie: Innovationen in der Hochschulbildung durch Künstliche Intelligenz und Big Data

Die vierte Förderlinie adressiert seit 2021 die Erforschung von Möglichkeiten und Effekten des (unterstützenden) Einsatzes von Big Data und Künstlicher Intelligenz (KI) in der Hochschulbildung. Dabei sollen Aspekte von Ethik und Datenschutz berücksichtigt werden. Es wird angestrebt, die Ergebnisse und Entwicklungen aus der Forschung in den Regelbetrieb der Hochschulbildung zu überführen.