Digitalisierung: Bedenken können Entwicklung nicht aufhalten

„Die Digitalisierung ist kein kurzlebiger Hype, sondern ein allumfassender Wandel, der unser Leben, Arbeiten und eben auch die Bildung umfasst“, sagt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek bei der Kanzlerjahrestagung in Saarbrücken.

Bundesministerin Anja Karliczek während ihrer Rede
Bundesministerin Anja Karliczek während ihrer Rede © Bertram Somieski

Es gilt das gesprochene Wort.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Hans,
sehr geehrter Herr Dr. Rolles,
sehr geehrter Herr Kaufmann,
sehr geehrter Herr Professor Dr. Schmitt,
sehr geehrte Damen und Herren!

Kaum Platz in den großen Vorlesungssälen? Kiloschwere Aufsatzsammlungen, die man im Copyshop kaufen muss und die sich dann in der Studentenbude stapeln? Gerangel um die Lehrbücher in der Bibliothek? Diese Zeiten könnten an den Universitäten bald vorbei sein. Denn ein Großteil der Daten und Informationen sind mittlerweile digital verfügbar. Studenten und Forscher vernetzen sich in virtuellen Klassenräumen oder Laboren. Vorlesungen gibt es als Video-Clip im Internet. Die Digitalisierung hat das Forschen und Lehren an den Hochschulen und auch ihre Organisation und Verwaltung längst erfasst. Ich sehe darin große Chancen, aber auch Herausforderungen.

Denn Digitalisierung ist sowohl zum verbindenden Element als auch zum Wettbewerbsfaktor geworden: Wir gewinnen und halten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch die Vernetzung. Wir geben Menschen, die sonst keine gute Gelegenheit zu einem Studium hätten, die Chance sich an einer deutschen Hochschule zu qualifizieren. Wir verbinden Wissen und Erkenntnisse dadurch weltweit.

Aber: die „klassische“ Hochschule, gerade wie wir sie in Deutschland und Europa kennen und schätzen, ist durch den digitalen Wandel auch unter einen gewissen Modernisierungszwang und Konkurrenzdruck geraten. Wird doch die gewohnte und gelobte Präsenz-Kultur durch neue „Geschäftsmodelle“ massiv infrage gestellt.

So hat „Coursera“, ein US-amerikanisches Unternehmen, das sich auf Online-Weiterbildungskurse, die sogenannten MOOCs („Massive Open Online Courses) spezialisiert hat, derzeit rund 33 Millionen registrierte Benutzer aus der ganzen Welt erreicht. Im Vergleich: In Deutschland gibt es etwas weniger als 3 Millionen Studierende! Zahlreiche Universitäten sind bereits aufgesprungen und stellen Kurse auf Coursera bereit – ob Yale, Stanford, die Indian School of Business, die Londoner Universität oder die Münchner Universitäten.

Oder nehmen Sie die Online-Akademie „Udacity“, die der deutsche Informatiker und Wissenschaftler Sebastian Thrun gegründet hat und eine stetig wachsende Anzahl von Kursen in Schlüsselqualifikationen wie Mathematik, Physik, Informatik, Robotik oder Künstliche Intelligenz anbietet. Auch da machen Millionen von Studierenden aus der ganzen Welt mit.

Ich möchte an dieser Stelle nicht bewerten, ob sich dadurch Bildung verbessert. Denn ernstzunehmende Kritik an solchen Konzepten gibt es zuhauf: zu Qualitätsfragen, zur akademischen Freiheit (wenn Unternehmen Einfluss auf die Lehre und deren Inhalte nehmen) oder auch zu zentralen Fragen der Datenintegrität und Datensicherheit.

Fakt ist aber, dass alle Bedenken – so berechtigt sie auch sein mögen – diese Entwicklungen nicht aufhalten können. Denn erstens ist die Digitalisierung kein kurzlebiger Hype, sondern ein allumfassender Wandel, der unser Leben, Arbeiten und eben auch die Bildung umfasst. Zweitens ist die Nachfrage an digitalen Angeboten im Hochschulbereich schon heute groß. Und das betrifft die Lehre genauso wie die Verwaltung einer Universität.

Denn die jungen Menschen, die heute ein Studium aufnehmen wollen, sind „Digital Natives“. Sie sind mit Smartphone und Internet aufgewachsen. Sie sind gewohnt, ihre Freizeit online zu gestalten - Wege mit google maps zu finden, für Straßenbahn und Kino ein online-Ticket bereitzuhalten oder die Urlaubsbleibe mal eben schnell über airbnb zu buchen. Für viele von ihnen muss es bizarr anmuten, dass der Hochschulbetrieb in weiten Teilen noch sehr analog funktioniert.

Und ich weiß, wovon ich spreche, immerhin habe ich in meiner eigenen Familie drei Digital Natives die im Studieralter sind.

Ich möchte daher dazu raten, endlich weniger das „ob“, sondern das „wie“ in den Vordergrund zu nehmen, mehr Chancen als Risiken zu diskutieren. Jede Universität sollte dabei sein, hier neue, passende Wege zu suchen, und man sollte sich auch über best practices austauschen, damit man gute, gemeinsame Standards oder gemeinsame Angebote finden kann.

Den Austausch, wie er auf dieser Konferenz stattfindet, erachte ich daher als dringlich und wichtig.

Und bitte verstehen Sie mich nicht falsch:

Ich gehe nicht davon aus, dass die Universitäten in Deutschland bald die Hörsäle zusperren werden. Aber von einer Hochschulverwaltung 4.0 und der Kombination von Präsenz- und Onlinelernen halte ich viel. Das eine schließt ja das andere nicht grundsätzlich aus.

Denn natürlich ist eine Universität nicht nur ein beliebiger Ort des Lernens. Eine Universität hat auch das Selbstverständnis, ein Ort der Begegnung und der gemeinsamen Wissens- und Identitätsbildung zu sein. Dieses gemeinsam ist ein ganz wichtiger Aspekt der Institution Universität.

Denn Universität ist Gemeinschaft, die Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden – wie es schon die lateinische Bezeichnung „universitas magistrorum et scolarium“ ausdrückte. Sie ist eine Gemeinschaft von Forschenden unterschiedlicher Disziplinen, eine Gemeinschaft von Menschen mit gemeinsamen Arbeitsplatz und gemeinsamen Zielen. Wissen, das verbindet und die Gesellschaft voranträgt - das entwickelt sich dort.

Meine Perspektive ist daher eine gesamtgesellschaftliche. Ein besonderes Anliegen ist mir, den gesellschaftlichen Auftrag der Hochschulen im Digitalen Wandel hervorzuheben. Denn die Hochschulen nehmen als Stätten für Wissenschaft und Forschung, als Lehreinrichtungen und als Orte des diskursiven Austauschs eine ganz herausragende Rolle im digitalen Wandel ein.

Lassen Sie mich diesen Gedanken an den folgenden drei Thesen ausführen.

I.

Meine erste These betrifft die Forschung. Die Digitalisierung vereinfacht und verstärkt grundlegende, langbewährte Arbeitsweisen der Wissenschaft: Neugierde, das Streben nach Wissen und Tüftlerdrang. Gleichzeitig erfordert sie aber auch ein Umdenken.

Gute Forschung baute schon immer auf das Sammeln und Analysieren von Daten auf. Allerdings wurden nie zuvor so viele Daten produziert und nie waren sie so einfach verfügbar wie heute – dank der Digitalisierung. Hier geht es nicht nur um Rohdaten, sondern auch um qualitätsgesicherte Publikationen: Auch hier müssen neue, zeitgemäße Standards gelten. Und ein Kern-Element davon ist der freie Zugang über das Internet: Nur so kann die breite Nutzung neuester Erkenntnisse gewährleistet werden. Mit unserer Open Access-Strategie stärken wir diesen Anspruch ganz gezielt. Gleichzeitig geht es darum, dass die Digitalisierung der Bibliotheken vorangetrieben wird: Hier sind Sie gefragt.

Denn Digitalisierung steht auch gerade für Vernetzung von Wissen und Kompetenzen. Ländergrenzen, nationale Grenzen und erst Recht Instituts- und Fächergrenzen in Deutschland dürfen im Zuge der Digitalisierung nun wirklich keine Hürde mehr darstellen. Das können wir uns auch gar nicht leisten! Denn genau an diesen Schnittstellen entstehen Innovationen. Diese Grenzen zu überwinden, das können nur Sie gemeinsam mit den Ländern erreichen.

Wir unterstützen Sie dabei: Wir beraten gerade über die Nationale Forschungsdateninfrastruktur. Als Fundament für das Forschungsdatenmanagement wurde eine dezentrale Struktur vorgeschlagen. Diese Struktur funktioniert aber nur, wenn sie einrichtungsübergreifend und länderübergreifend strukturiert ist. Ich denke hier zum Beispiel an ein deutschlandweites Netzwerk von Hochleistungsrechnern, das wir gemeinsam mit den Ländern errichten wollen.

Und dann sind Sie gefragt: Eine neue Kultur zu etablieren, eine digitalaffine Kultur, eine Kultur der Vernetzung  – das obliegt Ihnen, den Universitäten und anderen Hochschulen. Und hier können Sie noch mehr tun!

II.

Denn – und das ist meine zweite These – Sie als Lehreinrichtungen haben die besten Voraussetzungen dafür, einen „digitalen“ Kulturwandel in Deutschland einzuleiten.

Die Digitalisierung bietet Ihnen völlig neue Möglichkeiten in Studium und Lehre. Sie erschließt einen Adressatenkreis bisher nie dagewesener Vielfalt. Ich bin davon überzeugt, dass die Digitalisierung der Chancengerechtigkeit einen weiteren Schub geben wird.

Und wir unterstützen Sie dabei – unmittelbar und mittelbar: Hier denke ich auch an den Hochschulpakt und den Qualitätspakt Lehre sowie deren Nachfolgen. Seitens des Bundes sind wir bereit, die Mittel zu verstetigen – wenn es eine gute Vereinbarung mit den Ländern gibt. Ein schlichtes „Weiter-so“ wäre das aber nicht!

Die Herausforderungen und Rahmenbedingungen sind heute völlig andere als 2007 beziehungsweise 2011, als die Pakte gestartet wurden. Die Digitalisierung spielt dabei eine ganz wesentliche Rolle.

Wenn der Bund die Mittel verstetigt, dann erwarte ich, dass sich Studium und Lehre sichtbar verbessern und neue Chancen genutzt werden – auch mithilfe der Digitalisierung.

Zum Beispiel durch Online-Formate, die orts- und zeitunabhängig zur Verfügung stehen. So können wir Menschen erreichen, die im Beruf stehen oder Familie haben und deswegen nicht jeden Dienstag um 10 Uhr im Hörsaal erscheinen können.

Dieses Konzept ist übrigens nicht neu: Genau nach diesem Prinzip arbeitet die Fernuniversität Hagen bereits seit über 40 Jahren. Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Das funktioniert sehr gut!

Nun geht es nicht darum, dass es künftig ausschließlich Online-Formate gibt, oder – noch schlimmer – dass es nur noch eine einzige online verfügbare Vorlesung pro Fach gibt. Vielmehr kann mithilfe digitaler Technologien stärker auf die individuellen Bedürfnisse Einzelner eingegangen werden. Neue digitale Lernformate müssen in erster Linie ein Gewinn für die Studierenden sein!

Dabei muss nicht überall das Rad neu erfunden werden. Die Zeit haben wir angesichts der rasanten Entwicklung gar nicht. Online-Kurse sollten hochschulübergreifend genutzt werden können. Das gilt insbesondere für Grundkurse in den bekannten „Massenfächern“ (Jura, Wirtschaftswissenschaften etc.). Die dadurch gewonnenen Kapazitäten könnten gut genutzt werden, um beispielsweise einzelne Studierende oder kleinere Gruppen besser zu betreuen.

Aber nur die Tatsache, dass ein digitales Lehr-Format technisch und didaktisch klug konzipiert scheint, heißt noch lange nicht, dass es wirkt: Die Gleichung „Digitalisierung gleich Verbesserung“ ist so nicht richtig. Daher haben wir 2016 die erste Förderlinie zur digitalen Hochschulbildung initiiert, die sich konkret der Frage annimmt: Wie wirksam sind denn eigentlich die neuen digitalen Formate?

Und selbst wenn wir wissen: Ja, ein digitales Format ist sinnvoll, heißt das noch lange nicht, dass es in die strategische Ausrichtung Ihrer Hochschule passt.

Hier möchte ich gerne das Hochschulforum Digitalisierung mit den Worten zitieren: „Die digitale Hochschule gibt es nicht“. Denn es gibt keine universelle Antwort auf die Frage: „Wie können wir die Digitalisierung nutzen?“ Die Digitalisierung soll im Idealfall der Profilschärfung jeder Hochschule dienen. Jeder Hochschule ist also dringend geraten, einen Handlungsrahmen für die Digitalisierung in ihrer Gesamtstrategie aufzunehmen.

Das Hochschulforum hat hierzu in den vergangenen Jahren zahlreiche praktische Empfehlungen und Szenarien erarbeitet. Sollten Sie es nicht ohnehin schon tun: Bringen Sie sich ins Hochschulforum ein, nutzen Sie die vielfältigen Angebote!

III.

Und so komme ich zu meiner dritten These, die lautet: Die Hochschulen haben hier auch einen gesellschaftlichen Auftrag. Sie dürfen den Handlungsrahmen der Digitalisierung keinesfalls auf Forschung und Lehre beschränken. Und es geht auch um die Verwaltung.

Wir stehen an einem epochalen Wendepunkt, der die verschiedensten Lebensbereiche betrifft. Und die Digitalisierung ist ein wesentlicher Auslöser dafür. Ich bin überzeugt davon, dass die Digitalisierung unsere pluralistische Gesellschaft stärken kann. Das wird aber nur gelingen, wenn wir die Menschen mitnehmen und davon überzeugen, dass die Digitalisierung ihnen ganz persönlich nutzt.

Dafür brauchen wir eine ausgewogene Debatte um Chancen und Risiken. Im Deutschen Internet-Institut in Berlin – jetzt auch als Weizenbaum-Institut bekannt – wird ganz konkret erforscht, welche Auswirkungen die Digitalisierung hat, seien sie rechtlicher, ethischer oder gesellschaftlicher Natur.

In diesem Kontext wünsche ich mir, dass die Universitäten als Orte des diskursiven Austauschs ihrer gesellschaftlichen Verantwortung noch stärker nachkommen. Ich erwarte, dass Sie Ihre Aktivitäten in der Wissenschaftskommunikation noch stärker ausbauen. Denn Wissenschaftskommunikation ist weit mehr als das Erklären von Forschung und ihren Ergebnissen: Sie ist Teil der Debattenkultur, die unser Land, unsere Demokratie prägt.

Die Hochschulen sind prädestiniert, diese Kultur zu beleben. In unserer Zeit schnelllebiger Tweets und „gefühlten Fakten“ bilden die Hochschulen einen Anker des Vertrauens. Sie können Antworten und Orientierung geben.

Und wenn ich von Kulturwandel und Überzeugungsarbeit in der Digitalisierung spreche, dann denke ich auch ganz konkret an die Herausforderung für das Verwaltungsmanagement. Das geht Hand in Hand.

Das erlebe ich in der Ministerialverwaltung ganz genauso. Ich habe ein Ministerium, das sich mit dem digitalen Wandel inhaltlich in allen Facetten beschäftigt, Hightech ist in aller Munde. Aber wenn es dann um die eigenen Prozesse in der Verwaltung geht, dann sind wir wieder ganz schnell sehr analog unterwegs.

Eine Ministeriumsleitung ist da genauso gefragt, wie Sie als Kanzlerinnen und Kanzler, die unterschiedlichen Interessen und Ansprüche zu integrieren. Jeder muss in seinem Bereich Lösungen entwickeln - für eine Hochschule 4.0, für ein Ministerium 4.0 und so weiter.

Ich weiß, das wird ein weiterer Kraftakt sein. Aber ich bin zuversichtlich, dass es zu leisten ist.

Denn Sie haben es ja auch in den vergangenen Jahren geschafft, die Hochschulen weiterzuentwickeln. Und da war es auch nicht einfach: Ich denke an die vielen Umbrüche, wie die Bologna-Reformen, die Profilschärfung durch die Exzellenzinitiative und die Zunahme an Drittmitteln. Dieser „Paradigmenwechsel“ hätte ohne ein gutes Management niemals so gut realisiert werden können. Dafür gelten Ihnen mein Dank und meine Anerkennung!

Es hat sich für uns alle gelohnt: Die Deutsche Wissenschaft steht so gut da, wie nie zu vor. Als Kanzlerinnen und Kanzler sorgen Sie nicht nur für einen funktionierenden Betrieb der Universitäten. Sie leisten damit auch einen ganz wichtigen Dienst für unser Land. Denn wir bauen auf die exzellent qualifizierten Absolventen von morgen!

Sie tragen auch eine ganz besondere Verantwortung, wenn es um die Digitalisierung in der Praxis geht. Denn Digitalisierung spielt im Hochschulmanagement und in der Hochschulverwaltung eine ganz entscheidende Rolle, damit die Hochschulen ihren vielfältigen Aufgaben nachkommen können.

Aber auch hier muss sich nach meinem Dafürhalten noch mehr tun: Ich denke beispielsweise an digitales Campusmanagement. Aber ich denke auch an die BAföG-Verwaltung. Letzteres werden wir gemeinsam mit den Ländern im IT-Planungsrat angehen. Wenn es aber um das Campusmanagement geht, dann liegt der Ball für die Umsetzung in Ihrem Spielfeld: Hier sind Zusammenarbeit und gemeinsame Standards gefragt.

Das alles hört sich nach einem großen Aufgabenpaket an. Ich bin aber sicher: Darin steckt Musik! Darin stecken Gewinne, von denen Sie langfristig stark profitieren können. Denn wenn sich Hochschulen vernetzen, ist dies ja nicht auf Studierende und auf die Forschung beschränkt! Wenn es zum Beispiel um Fragen der Zulassung und Anerkennung geht, können die Prozesse dadurch besser in Gang kommen!

Der Blick ins Ausland könnte hier helfen, interne Umstrukturierungen zu fördern. Das machen viele besser als wir, das habe ich beim vergangenen Bologna-Treffen gelernt. Und zwar nicht, weil sie klüger und origineller sind als wir, sondern weil sie besser zusammenarbeiten und voneinander kopieren. Anders als sonst in der Wissenschaft ist das beim Campusmanagement eine Tugend!

Daher mein Appell: Bitte arbeiten Sie hochschul- und länderübergreifend. Damit wir hier nicht eine ähnliche Entwicklung wie beim E-Government durchlaufen müssen.

IV.

Meine sehr geehrte Damen und Herren,

im 21. Jahrhundert muss es uns gelingen, eine Vernetzung möglichst vieler Hochschulen und Bildungseinrichtungen zu organisieren. Eine Hochschule ist heute kein Elfenbeinturm mehr – sie ist Teil eines Netzwerks mit anderen Hochschulen und mit Akteuren aus der Wirtschaft und Gesellschaft. Sie könnten Betreiber von Plattformen sein, die nicht nur dem Austausch, sondern auch dem Wissenstransfer dienten.

Ich finde, da liegen mit der Machbarkeitsstudie zur internationalen Plattform für die Hochschullehre, die im Auftrag des Hochschulforums Digitalisierung durchgeführt wurde, interessante Erkenntnisse und Möglichkeiten auf den Tisch.

„Sind die Universitäten bereit für die digitale Generation?" war eine Ihrer zentralen Fragen, die Sie für diese Konferenz aufgeworfen haben und ich möchte Ihnen zurufen:

Ja, sie müssen bereit sein! Packen Sie es mutig an!