Effizienztechnologien für die Industrie

BMBF fördert industrielle Anwendung von Rohstoff - Effizienztechnologien / Wanka: „Mit Nachhaltigkeit den Hightech- Standort Deutschland stärken.“

Die deutsche Hightech-Industrie ist auf eine sichere Versorgung mit Rohstoffen angewiesen, von denen die meisten importiert werden. Die Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen im In- und Ausland verursacht außerdem steigende Kosten und zum Teil gravierende Umweltbelastungen. Durch innovative Effizienztechnologien kann der Einsatz von Rohstoffen signifikant verringert werden.

Das ist das Ziel der neuen Förderrichtlinie „r+Impuls“, die Bundesforschungsministerin Johanna Wanka am Dienstag in Berlin vorstellte: „Wir erzielen in der Forschung bereits vielversprechende Ergebnisse für eine effizientere Nutzung von Rohstoffen. Was wir jetzt brauchen ist eine Innovationsoffensive, um die Ergebnisse in die industrielle Anwendung zu bringen. Damit fördern wir die Hightech-Industrie und tragen zu einer Nachhaltigen Entwicklung bei.“

Würden alle bisherigen Forschungsergebnisse zur Ressourceneffizienz deutschlandweit umgesetzt, so eine Analyse des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung, könnte die Rohstoffproduktivität um fünf bis sechs Prozent gesteigert und so pro Jahr rund 80 Millionen Tonnen Rohstoffe eingespart werden. Für die gesamte Produktionskette könnte damit der primäre Energieverbrauch entsprechend dem Kohlebedarf von ungefähr sechs großen Kraftwerken gesenkt werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt nun im Rahmen der neuen Hightech-Strategie bis zu 30 Millionen Euro bereit, um die Lücke zwischen Forschung und der Übertragung in die industrielle Praxis zu schließen.

Denn der Schritt aus dem Entwicklungsstadium zur Anwendung birgt für die beteiligten Unternehmen sowohl wissenschaftliche als auch wirtschaftliche Risiken.  Dadurch werden vielversprechende Ergebnisse häufig nicht zeitnah umgesetzt. Die neue Fördermaßnahme „r+-Impuls – Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Impulse für industrielle Ressourceneffizienz“ soll genau diese Risiken abfedern, indem die notwendige begleitende Forschung und Entwicklung  auf dem Weg in die industrielle Umsetzung gefördert wird.

Beispiele für die Umsetzung von erfolgsversprechenden Vorhaben sind:
• r²-Vorhaben „Entzinkung“, Clausthaler Umwelttechnik-Institut GmbH, Standort Clausthal, nähere Infos (mit Foto der Technikumsanlage) unter
www.r-zwei-innovation.de/_media/V21_Abschlussposter.pdf
• r²-Vorhaben „Kupferschlacke“, Aurubis AG, Standort Hamburg, nähere Infos (mit Foto der Pilotanlage) unter
www.r-zwei-innovation.de/_media/V06_Abschlussposter.pdf
• r²-Vorhaben „Bandgießen“, Salzgitter AG/Peiner Träger GmbH, Standort Peine, nähere Infos (mit Foto der Demo-Anlage) unter
www.r-zwei-innovation.de/_media/V07_Abschlussposter.pdf
„r+ impuls“ ist eingebettet in das Rahmenprogramm „Forschung für nachhaltige Entwicklungen (FONA)“ als weiterer Beitrag zur Umgestaltung der Wirtschaft hin zu einer „Green Economy“ und wurde auf dem auf dem 11. FONA-Forum in Berlin vorgestellt.
Die neue Hightech-Strategie macht aus Ideen Innovationen. Sie knüpft Verbindungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft. So schafft sie Zukunftschancen und die Arbeitsplätze von morgen.

Mehr Informationen zur Förderrichtlinie r+ impuls finden Sie unter:
http://www.bmbf.de/foerderungen/24623.php
und zum 11. FONA-Forum des BMBF: https://www.fona.de/de/17525