Ein gesundes Herz dank Vitamin D

Es macht nicht nur Knochen und Zähne stark: Vitamin D fördert auch unsere Herzgesundheit. Sonnenlicht reichert das Vitamin in Hühnereiern an. Sie stellen daher auch für den Menschen eine wichtige Quelle dar – nicht nur zur Osterzeit!

Im Frühling locken die ersten Sonnenstrahlen nach draußen. Das Sonnenlicht bewirkt, dass der Körper Vitamin-D bildet.
Im Frühling locken die ersten Sonnenstrahlen nach draußen. Das Sonnenlicht bewirkt, dass der Körper Vitamin-D bildet. © DLR PT/BMBF

Wichtig ist das „Sonnenhormon“, das steht außer Frage. Die Ernährungsforschung sucht deshalb nach neuen Wegen, wie sich die Versorgung der Bevölkerung mit Vitamin D verbessern lässt – und das ohne die Einnahme von Vitaminpräparaten. Eine Möglichkeit: Hühnereier enthalten mehr Vitamin D, wenn man den Hühnern mehr Licht gibt. Dafür sorgen UV-Lampen bei der Bodenhaltung im Stall. Oder man lässt die Tiere im Sommer einfach an die frische Luft und damit in die Sonne. Das erhöht den Vitamin D-Gehalt der Eier um das Vier- bis Fünffache.

Vitamin D

Vitamin D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Es wird in unserem Körper aus einem Vorläufermolekül gebildet, welches das UV-Licht der Sonne in den eigentlichen Wirkstoff umwandelt. Dieser rein physikalische Vorgang findet in unserer Haut statt, sobald diese mit Tageslicht in Berührung kommt. Weil in unseren Breitengraden die Strahlkraft der Sonne in den Monaten Oktober bis März schwach ist, bilden wir in dieser Zeit nur wenig von dem Vitamin. In der Regel ist das aber nicht schlimm, weil wir während der sonnigen Sommermonate genug Vitamin D-Reserven im Körperfett speichern.

Ein Vitamin mit vielseitiger Wirkung

Vitamin D ist unverzichtbar für unsere Gesundheit: Es sorgt dafür, dass genug Kalzium aus dem Darm in die Knochen gelangt und sie festigt. Das Skelett ist aber nicht der einzige Bestandteil unserer Körpers, an dem das Vitamin seine Wirkung entfaltet. Auch Herzmuskel- und Blutgefäßzellen verfügen über Bindungsstellen für Vitamin D. Forschende vermuten daher, dass ein Zusammenhang zwischen dem Vitamin und der Gesundheit unseres Herz-Kreislauf-Systems besteht.

Doch nützt das, was für die Knochen gut ist, auch dem Herzen? Ein Forschungsteam, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde, zeigte deutlich: Bei Mäusen führt ein Mangel an Vitamin D zu Kalkablagerungen in den Gefäßen – in der Medizin auch bekannt als Arteriosklerose. Die Kalkablagerungen, die sogenannten arteriosklerotische Plaques, entstanden insbesondere an den Herzklappen der Tiere. Fläche und Anzahl der Plaques unterschieden sich dabei nicht zwischen normal- und mangelversorgten Tieren. Aber die Plaques der Vitamin D-Mangel-Mäuse wiesen deutlich mehr Kalkeinlagerungen auf als die der normalversorgten Mäuse. Solche sogenannten Kalzifizierungen treten auch bei Menschen mit geschwächter Nierenfunktion auf. Wenn man diesen Personen Vitamin D gibt, bilden sich die Verkalkungen zurück. Gleichzeitig sinkt auch das Risiko für lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Bei gesunden Menschen ist dieser Zusammenhang noch nicht nachgewiesen. Grundsätzlich schadet es aber nicht, unseren Vitamin-D-Speicher wieder aufzufüllen. Sei es durch Ostereier von Hühnern aus Freilandhaltung oder durch die ersten Strahlen der Ostersonne.