Einsatz für gute Studienbedingungen zahlt sich aus

3.000 neue Stellen und vielfältige Maßnahmen für gute Lehre an Hochschulen / Rachel: „Qualitätspakt Lehre hat enorme Dynamik ausgelöst“

3.000 neue Stellen an 186 Hochschulen in ganz Deutschland – von Professuren über den Mittelbau bis zu technischem und Verwaltungspersonal: das gehört zu den ersten Erfolgen des Qualitätspakts Lehre, dem Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre. In seiner Rede auf der ersten Programmkonferenz zum Qualitätspakt Lehre, die am 4. und 5. Juli in Berlin stattfindet, zeigte sich Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), zufrieden mit dem bisher Erreichten: „Unser Einsatz für gute Studienbedingungen zahlt sich aus. Die neuen Stellen und Aktivitäten in den Hochschulen sorgen für mehr Qualität in Studium und Lehre. Ob es um den besseren Einstieg ins Studium geht, um die Berücksichtigung von Vielfalt und Diversität der Studierenden oder um innovative Studienmodelle und Lehrformen: Alle zentralen Herausforderungen für ein gutes Studium werden in den geförderten Projekten aufgegriffen.“

Dies unterstrich auch Sachsen-Anhalts Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Hartmut Möllring, der auf der Eröffnung der Konferenz die Länderseite vertrat: „Die Hochschulen beweisen bei den Initiativen zur nachhaltigen Verbesserung von Betreuung und Lehrqualität viel Engagement und Kreativität. Dies macht den Qualitätspakt Lehre zu einem eindrucksvollen Beispiel für die fruchtbare Zusammenarbeit der Bundesregierung mit den Regierungen der Länder zur Förderung der Wissenschaft.“
Mit dem Qualitätspakt Lehre fördert die Bundesregierung vielfältige Maßnahmen der Hochschulen: Von zusätzlichen Professoren, Mittelbaustellen und Tutorenprogrammen über mehr Praxisbezug, E-Learning-Angebote und Lehrinnovationen bis zur hochschuldidaktischen Qualifizierung der Lehrenden. Der Bund stellt dafür bis 2020 rund zwei Milliarden Euro bereit. Die Förderung begann im Wintersemester 2011/12 und erreicht insgesamt 186 Hochschulen aus allen 16 Bundesländern. Sie läuft zunächst fünf Jahre und wird bei einer positiven Zwischenbegutachtung bis Ende 2020 verlängert.

„Gute Lehre muss dieselbe Wertschätzung erfahren wie gute Forschungsleistungen“, betonte Rachel. „Der Qualitätspakt Lehre hat in diesem Sinne eine enorme Dynamik ausgelöst. Noch nie hatten wir an den deutschen Hochschulen eine so intensive und breite Debatte über bessere Studienbedingungen. Was jetzt in Gang gesetzt wurde, wird weiterwirken.“

Auf der BMBF-Programmkonferenz zum Qualitätspakt Lehre diskutieren mehr als 550 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Hochschulen, Verbänden, Stiftungen und Politik über gelungene Konzepte für ein gutes Studium und tauschen sich über die zahlreichen Themenfelder aus, die mit Fördermitteln aus dem Qualitätspakt Lehre bearbeitet werden.

Auch die Ausweitung des Hochschulpaktes 2020, den die Regierungschefs von Bund und Ländern vor drei Wochen beschlossen haben, wird dazu beitragen, die Studienbedingungen weiter zu verbessern und insbesondere der steigenden Nachfrage nach Studienplätzen gerecht zu werden. „Die Bundesregierung hat ihre Zusage im Hochschulpakt um zwei Milliarden Euro auf mehr als sieben Milliarden Euro für den Zeitraum 2011 bis 2015 aufgestockt. Auch damit unterstützen wir die jungen Menschen auf dem Weg zu einem erfolgreichen Abschluss“, so Staatssekretär Rachel.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bmbf.de/de/15375.php und www.qualitaetspakt-lehre.de