Eiskalte Forschung: Polarausstellung eröffnet

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat die neue Ausstellung im Foyer des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eröffnet. Über die Zukunft von Arktis und Antarktis können sich Bürgerinnen und Bürger täglich von 10 bis 18 Uhr informieren.

Klirrende Kälte, Schneemassen und pfeifende Winde: Wie Forschung unter den extremen Bedingungen von Arktis und Antarktis möglich ist, zeigt die neue Polarausstellung am Berliner Dienstsitz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Von einer Überlebenskiste, über das Modell der Station Neumayer III in der Antarktis bis hin zum Schädel eines Mammuts bietet die Ausstellung spannende Einblicke in eine eiskalte Welt jenseits der Polarkreise.

„Die Polarregionen sind nicht nur faszinierende, sondern auch sensible Ökosysteme. Klimaveränderungen sind in Arktis und Antarktis zuerst spürbar und wirken sich hier auch weit gravierender aus als andernorts auf der Erde“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka bei der Eröffnung der Ausstellung in Berlin. Die Eisbedeckung im Arktischen Polarmeer sei in den letzten Sommern so gering wie nie zuvor seit Beginn der Messungen gewesen, so die Ministerin weiter. Dass das Rossmeer zum größten Meeresschutzgebiet der Erde ausgewiesen werden soll, würdigte Wanka als wichtigen Meilenstein zum Schutz der Meere und Ozeane.

Wie sich die Erwärmung der Erde und das Abschmelzen der polaren Eismassen aufhalten lässt, war die zentrale Frage beim Science Talk. Zur Zukunft von Arktis und Antarktis diskutierten Angelika Humbert, Leiterin der Sektion Glaziologie am Alfred-Wegener-Institut (AWI), Peter Lemke, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderung und Markus Rex, Leiter der Sektion Physik der Atmosphäre am AWI.

Die Ausstellung im Bundesforschungsministerium steht im Kontext des Wissenschaftsjahres 2016*17. Mit Veranstaltungen, Ausstellungen und Wettbewerben lädt das Wissenschaftsjahr zu einem offenen Dialog über die Zukunft der Meere und Ozeane ein.