ELES-Programm "Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch"

Grußwort des Parlamentarischen Staatssekretärs bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, im Rahmen der Auftaktveranstaltung in Berlin

Grußwort von Thomas Rachel anlässlich der Auftaktveranstaltung
Grußwort von Thomas Rachel anlässlich der Auftaktveranstaltung © Tobias Barniske

Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrter Herr Rabbiner Professor Homolka,
sehr verehrte Damen und Herren,
liebe Stipendiatinnen und Stipendiaten,

herzlichen Dank für die Einladung, an dieser schönen und wichtigen Veranstaltung im Zentrum Berlins mitwirken zu dürfen.

Das vom Ernst-Ludwig-Ehrlich-Studienwerk initiierte Programm „Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch“ nimmt jetzt Fahrt auf. Nach einer intensiven Vorbereitungszeit feiern wir heute zusammen den Auftakt.

Sehr gerne überbringe ich auch die Grüße von Bundesministerin Johanna Wanka. Sie wünscht dem Programm und allen, die daran beteiligt sind, gutes Gelingen und interessante Einsichten.

Wie fing es an?

Sie, lieber Herr Frank, sind vor einiger Zeit mit der Idee eines werkeübergreifenden Programms zum Thema „Interreligiöser Dialog“ auf das BMBF zugekommen. Ihre Idee hatte uns sofort überzeugt. Gemeinsam haben wir dann überlegt, wie der Vorschlag umgesetzt werden könnte. Jetzt ist es soweit: Das Programm startet.

Das von Ihnen aufgegriffene Thema ist so zeitlos wie aktuell. Die Themen Religion und Weltanschauungen sind überall präsent: Wir müssen nur die Zeitung aufschlagen oder die Nachrichten einschalten. Kriege und terroristische Anschläge nehmen zu und werden regelmäßig mit religiösen Überzeugungen gerechtfertigt.

Seit einigen Wochen kommen täglich hunderte – wenn nicht gar tausende – Menschen aus Syrien und anderen Ländern nach Deutschland auf der Suche nach Asyl. Aber auch die Debatten und Gerichtsentscheidungen zum Thema Kopftuchverbot im Klassenzimmer und vor einiger Zeit zur Beschneidung beschäftigen uns.

ELES will mit den „Dialogperspektiven“ einen neuen Impuls für den interreligiösen und weltanschaulichen Dialog in Deutschland setzen.

Hierfür danke ich allen, die sich hier engagieren, sehr herzlich. In einer Zeit vielfältiger Veränderungen, die für viele Menschen auch Verunsicherung bedeutet, ist Dialog wichtiger denn je.

Wir brauchen neue Formate des Sprechens über Religionen!

Die plurale Landschaft der Begabtenförderung bietet hierfür eine ideale Plattform: Die vom BMBF unterstützten Begabtenförderungswerke spiegeln die verschiedenen religiösen, politischen und weltanschaulichen Grundhaltungen in unserem Land wider.

Die Förderung durch die Werke ist dabei weit mehr als nur ein Stipendium. Für die fachliche und persönliche Entwicklung der Stipendiatinnen und Stipendiaten bieten die Werke eine ideelle Förderung an. Diese ideelle Förderung ist so etwas wie der Markenkern dieser Förderung.

In diesem Rahmen richtet sich das Programm „Dialogperspektiven“ an die Stipendiatinnen und Stipendiaten aller Begabtenförderungswerke. Es bezieht alle in der Stipendiatenschaft vertretenen Religionen und Weltanschauungen ein.

Damit setzen Sie neue Maßstäbe: Unterschiedliche junge Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Sichtweisen werden aufeinandertreffen. Sie bekommen die Gelegenheit, sich in einem geschützten Raum kennenzulernen und auszutauschen.

Sie werden dabei viel Neues erfahren. Sie werden Gemeinsamkeiten feststellen, aber auch Unterschiede. Für die Begegnungen und thematischen Auseinandersetzungen werden Ihnen Experten aus verschiedenen Bereichen zur Seite stehen.

Anrede,

die „Dialogperspektiven“ sind damit zugleich so etwas wie ein Experiment. Ein Experiment, das klug angelegt und gründlich vorbereitet wurde. Das Konzept hat uns von Anfang an überzeugt. Daher unterstützt das BMBF die „Dialogperspektiven“.

Nach der Phase der Konzeption beginnt heute die Umsetzung. Wir alle sind sehr gespannt auf die Ergebnisse der ersten Tagung.

Liebe Stipendiatinnen und Stipendiaten,

Ihnen wünsche ich ein inspirierendes und bereicherndes Jahr! Ich bin mir sicher, Sie werden interessante neue Begegnungen und Erfahrungen machen. Ich wünsche mir, dass Sie uns in geeigneter Form daran teilhaben lassen.

Den Projektverantwortlichen und Unterstützern wünsche ich gutes Gelingen!

Deutschland ist bunter, vielfältiger und multireligiöser geworden! Diese verschiedenen Glaubensüberzeugungen fruchtbar und für alle gewinnbringend in den Dialog und in ein konstruktives miteinander zu bringen, das ist das spannende vorhaben dieses Programmes. Dafür wünsche ich Ihnen viel Freude und Gottes Segen.

Vielen Dank.