Eröffnung der didacta

Rede der Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka, anlässlich der Eröffnung der didacta am 24. Februar 2015 in Hannover  

Johanna Wanka eröffnet die Messe
Johanna Wanka eröffnet die Messe © Laura Kwast

Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrte Damen und Herren!

Wer über die Zukunft eines Landes nachdenkt, der muss Bildung nicht nur mitdenken, der muss mit Bildung anfangen. Bildung ist, das wissen wir alle, ganz entscheidend für das persönliche Lebensglück, für die Zukunft des Einzelnen, aber auch für die Zukunft der Gesellschaft. Bildung legt die Grundlagen, auf denen unsere Gesellschaft lebenswert und solidarisch bleibt, kreativ und kritisch aufgeschlossen, werteorientiert und offen für Neues.

Dabei müssen wir uns immer wieder aufs Neue vergegenwärtigen, dass Deutschland ein kleines Land ist. Etwas mehr als ein Prozent der Weltbevölkerung leben in Deutschland. Das ist nicht viel. Trotzdem schaffen wir es, viertstärkste Industrienation der Welt zu sein. Deutschland ist das Land, das absolut die meisten Hightech-Güter exportiert. Mehr als die riesengroßen USA, mehr als China. Diese Innovations- und Wettbewerbsstärke sind die Basis für unseren Wohlstand und für all das, was wir uns gerne leisten wollen, auch in Zukunft.

Dass so ein kleines Land so leistungsstark ist, kann nur durch Entdeckerfreude, Innovationskraft und eine gute Fachkräftesituation funktionieren. Und die Basis von all dem ist Bildung. Deswegen ist Bildung von Anfang an das zentrale Thema.

Unsere Leistungsstärke zu halten, ist nicht trivial. Im Gegenteil. Die Qualifikationsanforderungen der Arbeitswelt steigen und sie werden es weiter tun. Die Verantwortung, die auf dem Bildungswesen liegt, ist deshalb ganz erheblich. Wir wissen, dass sich das gesellschaftliche Gefüge nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels in den kommenden Jahren und Jahrzehnten grundlegend verändern wird.

Vielen Dank, lieber Herr Fthenakis, für die Einladung zur didacta. Ich bin heute sehr gerne nach Hannover gekommen. Die weltgrößte Bildungsmesse ist ein guter Ort, um über die Zukunft der Bildung und die aktuellen Herausforderungen zu sprechen. Ich möchte heute besonders die Vielfalt in unserem Land in den Mittelpunkt meiner Ausführungen stellen.

I.

Wie groß diese Herausforderung ist, macht eine Zahl besonders deutlich: Im vergangenen Jahr wurden 202.834 Asylanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt. Das sind 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Wir rechnen mit weiteren enormen Steigerungen.

Wir dürfen uns hier nicht den Illusionen hingeben, die Generationen vor uns hatten, als sie meinten, die Arbeitsmigranten würden hier nur arbeiten aber nicht leben. Nein, die Leute, die zu uns kommen sind ein Teil unserer Gesellschaft. Indem wir diesen Menschen Möglichkeiten bieten, werden auch wir vom Zusammenleben mit ihnen profitieren.

Wir müssen erkennen und einsehen, dass wir den demografischen Wandel nur mit Zuwanderung bestehen werden. Und deshalb müssen wir schauen, an welchen Stellschrauben wir drehen können, um den hilfesuchenden Menschen bei uns Perspektiven zu eröffnen.

Eines ist klar: Wir sind schon aus ökonomischen Gründen gezwungen, jedem, auch wenn er keinen Schulabschluss hat, je nach seinen Möglichkeiten Chancen zu bieten. Das war vor 10 oder 15 Jahren noch anders, als auch die Wirtschaft sehr selektiv entschieden hat, wer eine Ausbildung machen kann. Das funktioniert in Zukunft nicht mehr so. Aber selbst, wenn es uns gelingt, was sehr schwierig ist, denen, die hier leben, auch über die gesamte Alterszeit, also den jungen Menschen genauso wie den Älteren Bildungsangebote zu machen, dann ist das trotzdem nicht die Lösung des Problems. Zuwanderung allein ist zwar auch nicht die Lösung, sie ist aber ein wichtiger Punkt.

Vor kurzem wurde in der Presse über ein sehr schönes Beispiel berichtet: Der beste Sattler-Azubi war im vergangenen Jahr ein junger Mann mit marokkanischen Wurzeln. Das Unternehmen, das ihm diese Chance mit vielen Hürden ermöglicht hat, war ein Unternehmen, das jahrelang versucht hat, geeignete Lehrlinge zu finden. Das Beispiel zeigt gut, dass Menschen aus dem Ausland eine Chance für unser Land sind, wenn es unsererseits gelingt, ihnen Möglichkeiten zu bieten, sich schnell in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Wenn wir Möglichkeiten bieten wollen, wenn wir Integration in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt wollen, dann müssen wir die Bedingungen dafür schaffen. Das heißt: Schneller Zugang zur deutschen Sprache, angemessene Beschulung, sichere Wege in Ausbildung, Studium und Arbeitsmarkt und schnelle Anerkennung beruflicher Abschlüsse und Erfahrungen – darin liegen die großen Herausforderungen dieser neuen „Superdiversität“. Wir haben es mit einer Diversität zu tun, die im Niveau und im Typus ihrer Komplexität über all das hinausgeht, was wir je zuvor erlebt haben. Gefragt sind deshalb alle: Bund, Länder, Kommunen, Sozialpartner und nicht zuletzt die Bürgergesellschaft, die viel zur Integration von Flüchtlingen beitragen kann und es zum Glück überwiegend auch tut.

II.

Wir wissen nur wenig über die neuen Migranten, ihre Voraussetzungen, die vorhandenen Qualifikationen und die Bleibeabsichten. Wir gehen davon aus, dass ihre Bildungsvoraussetzungen und -erwartungen höchst unterschiedlich sind. Die Bandbreite reicht von Menschen mit marginalem Bildungsstand bis zu Angehörigen des Mittelstandes mit abgeschlossenem oder fluchtbedingt abgebrochenem Studium. Darüber hinaus wissen wir, dass unter den Flüchtlingen auch viele Kinder und Jugendliche sind – etliche kommen ohne ihre Eltern zu uns, nicht selten sind sie verstört oder traumatisiert.

Allen, so unterschiedlich wie sie sind und wie sie kommen, müssen wir Perspektiven aufzeigen. Und wir müssen ihnen zeigen, dass man es in Deutschland nicht trotz, sondern auch wegen eines Migrationshintergrunds schaffen kann.

Erwachsene mit Berufserfahrung haben in Deutschland seit dem 1. April 2012 durch das sogenannte Anerkennungsgesetz den Rechtsanspruch, dass ihre im Ausland erworbenen Abschlüsse in Deutschland unkompliziert anerkannt werden. Unsere Wirtschaft hat großes Interesse an dem Anerkennungsgesetz.

75 Prozent der Anträge endeten mit einer vollen Anerkennung. Nur 4 Prozent wurden abgelehnt. Ein junger Installateur und Heizungsbauer aus Kroatien, der jahrelang dort gearbeitet hat, hat aufgrund seiner Kompetenzen – das geht nämlich nach dem Anerkennungsgesetz, wenn man die Belege über die Abschlüsse nicht hat – den Meister anerkannt bekommen. Er hat jetzt auch sein Stottern verloren! – Für diesen jungen Mann hat sich in vielfacher Hinsicht Vieles zum Guten gewendet. Und das ist kein Einzelfall. Das heißt, es ist ein ganz wichtiger Fortschritt, dass wir dieses Anerkennungsgesetz haben. Wir müssen aber noch mehr dafür werben.

Bis Ende 2013 wurden insgesamt 26.500 Anträge gestellt – das ist bei einem neuen Gesetz sehr beachtlich – mit steigender Tendenz. Die Zugriffe auf die Informations-Homepage zeigen uns, wie groß das Interesse auch im Ausland ist.

Gleichzeitig diskutieren wir schon seit vielen Jahren über die Herausforderung, die es bedeutet, Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund Lebenschancen und Lebensglück durch Bildung zu eröffnen. Kindern und Jugendlichen einen guten Start in ihren Lebens- und Berufsweg zu ermöglichen, war auch das Thema Anfang Dezember beim Integrationsgipfel, zu dem die Bundeskanzlerin zum nunmehr siebten Mal eingeladen hatte.

Mit unseren gezielten Bemühungen für die Kinder und Enkelkinder von Migranten, die schon seit vielen Jahren und Jahrzehnten mit uns leben, konnten wir in den vergangenen Jahren, wichtige Erfolge erzielen. Mein Dank geht an dieser Stelle an alle, die sich für „Integration durch Bildung“ stark machen. An die Erzieher, an die Lehrer, an die Sozialarbeiter, an die vielen Ehrenamtlichen, die als Lesepaten oder Mentoren mitarbeiten.

Die Bildungssituation von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund hat sich in den zurückliegenden Jahren erfreulich verbessert: Sie erreichen immer öfter höhere Schulabschlüsse, studieren häufiger und haben ihre Leistungen bei internationalen Vergleichsuntersuchungen deutlich gesteigert. Bei PISA entspricht die Steigerung in Mathematik zwischen 2003 und 2012 dem Lernfortschritt eines ganzen Schuljahres. Das ist beachtlich.

III.

Ich glaube, dass zur Realität in Deutschland auch eine wachsende Sprachenvielfalt gehört. Mehrsprachigkeit ist per se nichts Schlechtes. Ich bin jemand, der sehr stark auch im Wissenschaftsbereich dafür plädiert – Englisch: ja, aber Kommunikation: deutsche Sprache. Wir müssen die deutsche Sprache schätzen und auch pflegen. Es gibt genügend wissenschaftliche Untersuchungen, die zeigen, dass die Gedanken am besten in der Muttersprache in Worte gefasst werden. Wir wissen gleichzeitig, wie wichtig die deutsche Sprache für die Integration und die Verbesserung in allen Kompetenzbereichen ist.

Mit dem Lesestart-Programm motivieren wir Eltern und Großeltern – unabhängig von ihrer Herkunft – fürs Vorlesen, Erzählen und den selbstverständlichen Umgang mit Büchern. Lesen ist eine Kultureigenschaft, die vermittelt man nicht so wie vielleicht Mathematik nur über die Schule, sondern da gehört auch die Motivation durch das familiäre Umfeld dazu. Kinder, die mit Büchern und Geschichten aufwachsen, lernen besser Lesen und haben mehr Spaß daran.

Mit der Initiative „Bildung durch Sprache und Schrift“ entwickeln wir zusammen mit dem Jugend- und Familienministerium und gemeinsam mit den Ländern die Angebote von Kindergärten und Schulen zur Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung weiter. Der Bund unterstützt die erforderliche Qualifizierung der Erzieherinnen und Erzieher sowie der Lehrkräfte und die Bemühungen der Länder zur Umsetzung erfolgreicher Maßnahmen der Sprachdiagnostik und Sprachförderung in die Fläche. Das hat es so noch nicht gegeben. Und mit der Forschungsförderung zur „Sprachlichen Bildung und Mehrsprachigkeit“ wollen wir handlungsleitendes Wissen über Mehrsprachigkeit zu Tage fördern.

Ein Beispiel möchte ich zur Mehrsprachigkeit bringen und ich möchte es verbinden, mit einem anderen unserer Programme, nämlich dem Aufstiegsstipendium. Mit dem Aufstiegsstipendium unterstützen wir leistungsstarke beruflich Qualifizierte bei einem Hochschulstudium. Das Stipendium setzt eine mindestens zweijährige Berufstätigkeit vor Studienbeginn voraus. Das Interessante: Jeder siebte Aufstiegsstipendiat hat Migrationshintergrund, deutlich über die Hälfte sind Frauen.

Beispielhaft dafür steht Frau Yetim, Berlinerin mit türkischen Wurzeln. Nach der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin und mehreren Jahren Berufserfahrung begann sie ein Studium der Patholinguistik in Potsdam, bei dem sie durch das Aufstiegsstipendium unterstützt wurde. Nach dem Bachelorabschluss machte sie ihren Master in Australien. Dabei wurde sie durch ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes und des DAAD gefördert. Zurückgekehrt nach Berlin, eröffnete sie eine Praxis für Sprachtherapie. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Therapie mehrsprachiger Patienten. An diesem Beispiel sieht man ganz deutlich, welche weitreichenden positiven Effekte die Förderung haben kann – für den einzelnen Menschen, aber auch für die Gesellschaft.

Wir wissen, dass die Integration vieler junger Menschen mit Migrationshintergrund in die Ausbildungs- und Arbeitswelt noch nicht zufriedenstellend ist. Einerseits fehlt es an zielgruppenspezifischer Ansprache, andererseits mangelt es den Jugendlichen und auch deren Eltern an Wissen über Aufgaben und Beratungsmöglichkeiten in deutschen Regelinstitutionen. Das ist aber eine Erfahrung, die wir nicht nur im Bildungssystem machen. Auch im Gesundheitswesen stellen wir das fest. Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen, wissen einfach viel zu wenig über ihre Chancen und Möglichkeiten.

Migrantenorganisationen können in diesem Zusammenhang eine Schlüsselrolle spielen. Sie haben den Zugang zu der Zielgruppe. In Deutschland gibt es über 16.000 Migrantenorganisationen, die als Ausländervereine erfasst sind. Auf sie gehen wir gezielt mit einem Transferprojekt zu, das die Bildungsintegration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Einwanderungsgeschichte in den regionalen Bildungsnetzwerken verbessern soll.

In Deutschland haben wir im Moment eine Arbeitslosenquote von 5,6 Prozent. 2,4 Prozent der Arbeitslosen haben einen akademischen Abschluss und 19 Prozent haben keinen beruflichen Abschluss. Das heißt, für einen Abschluss zu werben, ist genauso wichtig, wie daran zu denken, was es uns als Gesellschaft nutzt. Das ist ein Thema, das die gesamte Gesellschaft tragen muss. Die duale Ausbildung und überhaupt eine handwerkliche Ausbildung kennt man in vielen Ländern nicht, aus denen die jungen Menschen zu uns kommen, und aus denen auch die Eltern vieler Kinder und Jugendlicher kommen, die in Deutschland die Schule durchlaufen.

Erst im Dezember haben wir im Rahmen unseres KAUSA-Medienpreises einen journalistischen Beitrag ausgezeichnet, der die Geschichte eines 18-Jährigen erzählt. Der junge Mann aus Pakistan hat trotz seines Flüchtlingsstatus einen Ausbildungsplatz in einem Malerbetrieb gefunden. Nach einem Praktikum konnte er den Chef von seinem Ehrgeiz und seinen Fähigkeiten überzeugen. Er setzte sich damit auch beim Arbeitsamt durch. Dank der Lehre hat der junge Pakistani nicht nur die Möglichkeit, für die nächsten drei Jahre in Deutschland zu bleiben. Er ist ein Teil der Erfolgsgeschichte Deutschlands geworden: Er hat bezahlte Arbeit, Kollegen und Mitbewohner und er fühlt sich zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder sicher. Er geht in die Berufsschule und lernt Lesen und Schreiben.

Dafür brauchen wir natürlich Lehrer, die mit dieser Vielfalt umgehen können, die diese Heterogenität zum Nutzen für alle machen können. Es freut mich, dass wir so oft über Lehrer reden, denn sie sind der Schlüssel für gute Bildung. Und es freut mich, dass die Hochschulen die Notwendigkeit erkannt haben, dass man in der Lehrerbildung auch über neue Wege nachdenken muss. Die Länder tragen die Hauptlast der Lehrerbildung. Und gemeinsam mit dem Bund haben sie nun eine Qualifizierungsoffensive Lehrerbildung vereinbart, die der Bund mit 500 Millionen Euro fördern wird. Die Hochschulen haben viele Anträge bei uns eingereicht. Und eine Vielzahl der Projekte stellt bei der Verbesserung der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern neben der Inklusion die Heterogenität der Schülerschaft in den Vordergrund. Bei der Umsetzung besteht der Bund aber darauf, dass auch die Länder ihren Teil der Vereinbarung einhalten, das heißt Mobilität innerhalb von Deutschland garantieren.

IV.

Gerade gegenüber Menschen mit islamischer Religionszugehörigkeit hören wir oft Vorbehalte. Dabei wird Islam oft mit Islamismus und Extremismus verwechselt und gleichgesetzt. Ich bin sehr froh, dass meine Vorgängerin Annette Schavan so mutig war, aufgrund der Empfehlung des Wissenschaftsrates in Deutschland Zentren für Islamische Theologie einzurichten. Das war heiß umstritten, aber sie hat es gemacht. Deshalb fördern wir die Universität Tübingen, die Universitäten Münster und Osnabrück im Verbund sowie die Universität Frankfurt am Main und die Universität Erlangen-Nürnberg. Insgesamt können wir schon jetzt sagen, dass Deutschland mit seiner wissenschaftlich-universitären, islamisch-plural ausgerichteten Theologie einen innovativen Weg mit hoher Signalwirkung eingeschlagen hat. Nicht nur, was die Ausbildung von Religionslehrern betrifft.

Die Rückmeldungen, die wir bekommen, zeigen auch, wie wichtig es ist, dass die religiöse Tradition in ihren Kontexten eine wissenschaftliche Betrachtung erfährt und dass auch Antworten auf neue Fragen erarbeitet werden. Andere europäische Länder verfolgen unsere Aktivitäten sehr genau und nehmen diese teilweise auch als Vorbild. Gerade in den skandinavischen Ländern – insbesondere in Dänemark und in Schweden –, in der Schweiz und auch in Frankreich können wir ein besonderes Interesse feststellen. Dort wird auch eine Zusammenarbeit mit unseren islamischen Zentren angestrebt.

V.

Der entscheidende Maßstab für die Qualität eines Bildungssystems ist der einzelne Mensch, der durch Bildung bereichert werden soll. Kein Kind und kein Jugendlicher darf verloren gehen. Und jeder Erwachsene muss bis ins Seniorenalter die Chance haben, sich weiterzubilden und dazuzulernen.

Technologie, Talente und Toleranz, das sind die Leitmaßstäbe von Bildung im 21. Jahrhundert. Um dem gerecht zu werden, brauchen wir zum einen die Wissenschaft, die uns Hinweise für innovative Konzepte gibt, zum anderen brauchen wir aber auch engagierte Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, die sich Bildung zur Aufgabe gemacht haben. Bildung und Erziehung leben vom Miteinander der Generationen, sie leben aber auch vom Dialog über neue Ideen und Konzepte, wie ihn die didacta ermöglicht.

Den Veranstaltern und den Besuchern der didacta wünsche ich nun interessante Einblicke in innovative Bildungsansätze, einen guten Austausch und wertvolle Ideen für die tägliche Bildungsarbeit. Die didacta-Bildungsmesse 2015 erkläre ich hiermit für eröffnet!