EUREKA: Netzwerk zur Innovationsförderung in Europa

EUREKA unterstützt europäische Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei Projektkooperationen in Forschung, Entwicklung und Innovation. Ziel der Regierungsinitiative ist es, die technologische Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken.

© EUREKA-Sekretariat

Internationale Wettbewerbsfähigkeit setzt Innovation voraus. Nur wer in Forschung und Entwicklung investiert, kann langfristig auf den Märkten bestehen. Vorhandene Mittel müssen effektiv eingesetzt werden. Dies kann zum Beispiel durch verstärkte europäische Zusammenarbeit geschehen. Hier setzt EUREKA an – die Initiative bietet Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen einen Rahmen für grenzüberschreitende und anwendungsorientierte Kooperationen in Forschung und Entwicklung. EUREKA trägt dazu bei:

  • das in Europa vorhandene Potenzial an Fachleuten, Wissen, Einrichtungen und finanziellen Mitteln zu nutzen,
  • europäische Infrastrukturen, Standards und Normen zu entwickeln,
  • den europäischen Binnenmarkt zu fördern und damit die europäische Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten zu stärken.

Die Regierungen von 17 Staaten Europas sowie Vertreter der Europäischen Gemeinschaften haben EUREKA im Jahr 1985 ins Leben gerufen. Den Anstoß dazu gaben die Regierungen Frankreichs und Deutschlands. Federführendes Ressort in Deutschland ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Heute sind 39 europäische Staaten und Israel Mitglied in EUREKA. Dazu zählen alle 28 EU-Staaten und die Europäische Union, vertreten durch die Kommission. Außerdem sind drei außereuropäische Länder bei EUREKA assoziiert (Kanada, Südkorea, Südafrika).
Übersicht der Mitgliedsländer im Programm EUREKA. © EUREKA-Sekretariat

Heute sind 39 europäische Staaten und Israel Mitglied in EUREKA. Dazu zählen alle 28 EU-Staaten und die Europäische Union, vertreten durch die Kommission. Außerdem sind drei außereuropäische Länder bei EUREKA assoziiert (Kanada, Südkorea, Südafrika).

Zusammenarbeit in allen Technologiebereichen

Grundlegendes Prinzip von EUREKA ist die themenoffene Ausrichtung (Bottom-up Ansatz). Dadurch wird den Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer große Freiheit bei der Gestaltung ihrer Projekte eingeräumt. Die Forschungsinitiative sieht keinerlei thematische Vorgaben vor außer der zivilen Natur der Projekte. Damit bietet EUREKA eine wirksame und wichtige Ergänzung zu den Forschungsrahmenprogrammen der Europäischen Union.

In EUREKA-Projekten werden neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen aus allen Technologiebereichen entwickelt. Hauptzielgruppe sind die kleinen und mittelständischen Unternehmen, aber auch große Unternehmen, Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen auch zahlreiche kleinere und mittelständische Firmen können sich an EUREKA-Vorhaben beteiligen.

Die Finanzierung von EUREKA-Projekten ist von Mitgliedsland zu Mitgliedsland unterschiedlich geregelt. Die Teilnehmenden finanzieren ihre Projekte mit eigenen Mitteln, öffentlichen Zuschüssen, Krediten oder Beteiligungskapital. In Deutschland hilft das EUREKA/COST-Büro als nationale Kontaktstelle der Initiative bei der Suche nach geeigneten Förderprogrammen und Kontaktstellen.

Wie Unternehmen und Forschungseinrichtungen profitieren

Die Teilnahme an einem EUREKA-Projekt bietet besonders für kleine und mittelständische Unternehmen die Chance zur Internationalisierung ihrer Aktivitäten. Als besondere Vorteile sind zu nennen:

  • Chance auf langfristige internationale Geschäftsverbindungen und auf Zugang zu neuen Märkten weltweit,
  • EU-unabhängiges Instrument mit einfacheren Beteiligungsregeln und Antragsverfahren,
  • Kooperationsmöglichkeiten auch mit Nicht-EU-Ländern,
  • Große Gestaltungsfreiheit: Projektteilnehmer bestimmen Thema, Inhalt, Umfang, Art und Dauer der Zusammenarbeit in eigener Verantwortung,
  • Aufteilung des Forschungsrisikos auf mehrere Partner,
  • Das EUREKA-Label ist werbewirksames Siegel für erfolgreiche internationale Zusammenarbeit.

EUREKA-Cluster - Strategische Initiativen der Industrie

Gemeinsame europäische Forschungsinteressen spiegeln sich in den EUREKA-Clustern wider. Sie decken aus europäischer Sicht besonders wichtige Technologiebereiche ab. Diese strategischen, langfristig angelegten Initiativen werden von der Industrie betrieben. Ihr Ziel ist es, die beteiligten europäischen Unternehmen im internationalen Wettbewerb zu stärken. Dies geschieht zum einen durch die gemeinsame Entwicklung neuer Technologien. Zum anderen werden bereits existierende Technologien mit breiter Anwendung verbessert, die internationale Standards vorantreiben. EUREKA-Cluster sind darüber hinaus Beispiele für das erfolgreiche Zusammenwirken von privaten Unternehmen und öffentlichen Förderprogrammen („Öffentlich-private Partnerschaft“).

Im Mittelpunkt des Clusters ITEA3 stehen beispielsweise Entwicklungen und Innovationen von sogenannten ‚Eingebetteten Software-intensiven Systemen‘. Die Position Europas soll durch die weltweite Standardisierung dieser Systeme und Dienste gestärkt werden. Die Anwendungsfelder sind vielfältig und betreffen immer mehr Aspekte des täglichen Lebens. Ein wichtiges Beispiel ist der Automobilbereich bzw. generell der Verkehrssektor.

Der EUREKA-Cluster CELTIC-PLUS im Bereich Telekommunikation adressiert sowohl Telekommunikationsnetze als auch die entsprechenden Dienste.  Das breite Anwendungsfeld reicht von Netzwerktechnologien über Infrastruktur und Verbindungsaspekte bis hin zum Endkunden. Wichtige Schwerpunkte sind u.a.: Sicherheit in der Telekommunikation, und die Digitalisierung der Industrie (Zukunftsprojekt Industrie 4.0).