Förderaufruf Forschungskooperation Grüner Wasserstoff mit Neuseeland

Das Bundesforschungsministerium fördert die Forschungskooperation mit Neuseeland zum Thema Grüner Wasserstoff. Alle Details regelt ein spezifischer Förderaufruf. Antragsfrist ist der 4. Juni 2021.

Windräder
Windräder © Adobe Stock / Photocreo Bednarek

Förderaufruf: Kooperation Grüner Wasserstoff mit Neuseeland

Deutschland und Neuseeland wollen die Energiewende mit klimaschonenden Technologien vorantreiben und haben Grünen Wasserstoff als Schlüssel für die Dekarbonisierung der Gesellschaft erkannt. Bereits jetzt gehören beide Länder zu den Vorreitern in der Forschung rund um Grünen Wasserstoff.

Um die Technologie mit Zukunftspotenzial weiter auszubauen, setzt das Bundesforschungsministerium auf die Forschungszusammenarbeit mit neuseeländischen Partnern.

Diese unterstützt das Bundesforschungsministerium mit einem spezifischen Förderaufruf „Forschungskooperation Grüner Wasserstoff mit Neuseeland“ auf Basis der Rahmenbekanntmachung: Im Fokus stehen hier sowohl Projekte im Bereich der Grundlagenforschung als auch der angewandten Forschung.

Innovationsnetzwerke und Forschungspartnerschaften

Neben der Förderung ausgewählter Forschungsprojekte verfolgt der Förderaufruf außerdem das Ziel, den Weg für internationale Wissens- und Innovationsnetzwerke zu bereiten, aus denen Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationspartnerschaften hervorgehen, die beiden Partnerländern einen klaren Mehrwert bieten.

Die Förderung der deutsch-neuseeländischen Wasserstoff-Partnerschaften als internationale Forschungsprojekte mit Pilotcharakter erlaubt auch eine Beteiligung der Industrie.

Themenschwerpunkte der Förderung

Gefördert werden im Rahmen dieses Aufrufs Forschungsprojekte als Einzel- oder Verbundvorhaben, die in internationaler Zusammenarbeit mit Partnern aus Neuseeland eines oder mehrere der nachfolgenden Themen bearbeiten:

  • Erzeugung von grünem Wasserstoff mittels Elektrolyse, Photokatalyse, Biomassevergasung oder -fermentation sowie durch thermochemische Aufschlussverfahren mithilfe von Hochtemperatur-Sonnenkollektoren
  • Erforschung der Systemintegration und Sektorkopplung von Grünem Wasserstoff, einschließlich Wasserstoffnutzung in Städten und Quartieren, im Sektor Wärme sowie H2-Integration in das Gasnetz
  • Versorgung und Transportmedien einschließlich Lebenszyklus-Analysen, Speicherung und Umwandlungspfade (bspw. flüssige organische Träger, Ammoniak sowie weitere Optionen)
  • (Material-)Innovationen für Brennstoffzellentechnologien und Elektrolyse, Steigerung von Effizienz und Lebensdauer.

Höhe und Dauer möglicher Zuwendungen

Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbare Zuwendung im Rahmen der Projektförderung. Sie beträgt maximal 400.000 Euro je Verbundprojekt auf deutscher Seite und läuft bis zu 36 Monate.

Bewerbungsfrist ist der 4. Juni 2021

Interessierte Forschende können bis spätestens 4. Juni 2021 Projektskizzen in digitaler Form einreichen (erste Verfahrensstufe).

Antragsteller aus Deutschland senden Ihre Projektskizze an:

Dr. Ludwig Kammesheidt

DLR Projektträger, Europäische und internationale Zusammenarbeit

Telefon: +49 228/38 21-1729

Telefax: +49 228/38 21-1444

E-Mail: ludwig.kammesheidt@dlr.de

Antragsteller aus dem Partnerland Neuseeland richten Ihren Förderantrag an:

Ministry of Business, Innovation and Employment (MBIE)

Die Bekanntmachung wird am 29. März 2021 im MBIE-Internetportal veröffentlicht.

Für Fragen in der Antragsphase stellt das Ministerium in Neuseeland folgende E-Mail-Adresse bereit: internationalscience@mbie.govt.nz.