Förderung in der Forschung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt innovative Projekte und Ideen in der Forschung durch gezielte Förderprogramme. Zudem fördert die Bundesregierung ab Januar 2020 Unternehmen, die in Forschung und Entwicklung aktiv sind.

Deutschland ist ein Innovationsland. Damit das auch in Zukunft so bleibt, fördert das BMBF innovative Projekte und Ideen.

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Das Bundesforschungsministerium unterstützt die Durchführung von Forschungs- und Innovationsprojekten im Rahmen von themenspezifischen und in themenoffenen Förderprogrammen. Das breite Förderangebot ist auf wichtige Innovations- oder Technologiefelder, aber auch auf unterschiedliche Herausforderungen und Ausgangsbedingungen zugeschnitten. Dabei werden insbesondere innovative kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit spezifischen Förderprogrammen adressiert.

Rechtzeitig prüfen!

Finanzielle Risiken von Forschung und Entwicklung können durch Fördermittel erheblich gesenkt werden. Prüfen Sie vor Beginn des Vorhabens, ob Förderangebote infrage kommen. Informieren Sie sich frühzeitig und besprechen Sie Ihr Anliegen mit der Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes. Hier erfahren Sie, welche Fördermöglichkeiten bestehen!

Förderung von Forschung und Innovation beruht auf vielen Aspekten. Grundsätzlich ist wichtig zu wissen:

  • Innovationsgrad: Wie innovativ ist ein Vorhaben aus wissenschaftlicher oder technischer Sicht?
  • Verwertung: Wie sind die Erfolgsaussichten zu bewerten, gibt es bei technologischen Entwicklungen ein Verwertungskonzept?
  • Vermeidung von Doppelförderung: Wird oder wurde die Idee des Vorhabens bereits gefördert?
  • Förderrichtlinien zu einzelnen Programmen oder Förderschwerpunkten werden im Bundesanzeiger als Bekanntmachungen veröffentlicht und über die Internetseiten der Förderinstitutionen verbreitet. Sie beschreiben Ziele, Zielgruppen, Schwerpunkte, Besonderheiten und den Ablauf des Verfahrens.
Der Weg zur Förderung © BMBF

Förderberatung "Forschung und Innovation" des Bundes

Sie planen ein anspruchsvolles Forschungs- oder Entwicklungsvorhaben? Sie sind auf der Suche nach finanzieller Unterstützung dafür? Nutzen Sie das kostenfreie Angebot der Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes. Egal, ob Sie sich grundsätzlich informieren möchten oder vertiefende Auskünfte zu konkreten Fördermöglichkeiten wünschen, die zentrale Beratungseinrichtung der Bundesregierung unterstützt Sie bei Fragen rund um die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation. Dabei weist sie sowohl auf Förderangebote des Bundes als auch der Länder und der EU hin.
In einem Beratungsgespräch bei der Förderberatung "Forschung und Innovation" des Bundes erfahren Sie:
Wer fördert was und wie?
Gibt es für mein Projekt finanzielle Unterstützung?
Wo kann ich den Antrag stellen?

Steuerliche Forschungsförderung

Deutschland gehört zu den fünf der 36 OECD-Länder, die Forschung und Entwicklung (FuE) bisher nicht steuerlich fördern. Das ist ein wesentlicher Nachteil im internationalen Standortwettbewerb um innovative Unternehmen und FuE-Personal. Das Bundeskabinett hat daher im Mai 2019 beschlossen, Forschung und Entwicklung ab dem 1. Januar 2020 steuerlich zu fördern.

Der von der Regierung vorgelegte Entwurf sieht folgende Punkte vor:

  • Zusätzlichkeit: Um einen weiteren Anreiz zur Erreichung des 3,5%-Ziels zu setzen, wird die steuerliche FuE als zusätzliches Instrument zur direkten Projektförderung eingeführt.
  • Begünstigte Unternehmen: Für alle Unternehmen ohne Größenbeschränkung verfügbar.
  • Förderdeckel: Die Förderung soll insbesondere für forschende kleine und mittelgroße Unternehmen Anreize schaffen, ihre FuE-Tätigkeiten auszuweiten. Gerade deren FuE-Investitionen sind im internationalen Vergleich noch ausbaufähig. Die maximale Fördersumme soll auf 500.000 Euro pro Unternehmen und Jahr begrenzt sein.
  • Förderfähige Aufwendungen: FuE-Personalkosten sowohl bei Forschung im Eigeninteresse als auch bei Forschung im Auftrag beim Auftragnehmer.
  • Höhe des Fördersatzes: Der Fördersatz soll 25 Prozent auf die FuE- Personalkosten betragen.
  • FuE-Aufwendungen lassen sich auf Grundlage des Frascati-Manuals der OECD abgrenzen, zu dem es bereits eine breite Anwendungspraxis bei Unternehmen gibt (jährliche FuE-Erhebung).
  • Förderung als Steuergutschrift: Die steuerliche FuE-Förderung soll als Zulage gewährt werden, die auch im Verlustfall ausbezahlt wird. Dies ist insbesondere für Start-ups außerhalb der Gewinnzone von Bedeutung. Die Förderung selbst soll nicht der Besteuerung unterliegen.
  • Verfahren: Abwicklung über eine Antragsstellung beim zuständigen Finanzamt nach Ablauf des Kalenderjahres sowie Begutachtung der FuE-Tätigkeit durch eine separate Zertifizierungsstelle.
  • Keine Doppelförderung: Bereits im Rahmen der Projektförderung finanzierte Personalkosten können nicht mehr mit der Forschungszulage gefördert werden.