Forschung an Fachhochschulen

Das Bundesforschungsministerium unterstützt mit dem Programm "Forschung an Fachhochschulen" anwendungsorientierte Forschung an Fachhochschulen in den Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften sowie in den Sozial- und Gesundheitswissenschaften.

Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg basiert auf technologischen Meisterleistungen, die nur mit hochqualifizierten Fachkräften möglich sind. Eine wesentliche Basis für diesen Erfolg ist die Ausbildung an Fachhochschulen in den Ingenieur - und Naturwissenschaften. Neben der praxisnahen Qualifizierung stehen Fachhochschulen für eine anwendungs- und lösungsorientierte Forschung in enger Kooperation mit den Unternehmen in der Region und darüber hinaus. Sie helfen so, neue und verbesserte Produkte und Dienstleistungen im Wettbewerb zu etablieren. Dies sind genau die Faktoren, die in Zukunft über die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und den Wohlstand unserer Gesellschaft mitentscheiden. "Made in Germany" hat nicht zuletzt wegen der weltweit anerkannten deutschen Ingenieurausbildung einen exzellenten Ruf.

130 Fachhochschulen mit 1600 Forschungsvorhaben

Die anwendungsorientierte Forschung und die forschungsnahe Qualifizierung des Fachkräftenachwuchses stehen daher im Mittelpunkt des in der deutschen Forschungsförderlandschaft einzigartigen BMBF-Programms "Forschung an Fachhochschulen" mit seinen verschiedenen Förderlinien und -maßnahmen. Der Haushaltsansatz für dieses Programm hat sich seit 2005 von 10,5 Millionen auf 55 Millionen Euro im Jahr 2017 mehr als verfünffacht. Von 2006 bis 2016 haben bundesweit circa 130 Fachhochschulen mit knapp 1.600 Forschungsvorhaben und rund 360 Millionen Euro davon profitiert.

Mehrere Förderlinien

Die Förderlinien des Programms "Forschung an Fachhochschulen" eröffnen unterschiedliche Fördermöglichkeiten: Neben der Förderlinie "FHprofUnt" zur Förderung von FuE-Kooperationen zwischen Fachhochschulen und Unternehmen werden in der Förderlinie "IngenieurNachwuchs - kooperative Promotion" die forschungs- und anwendungsnahe Qualifizierung von Ingenieuren sowie die Etablierung von forschungsstarken ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchsteams an Fachhochschulen unterstützt. Die Förderlinie "Lebensqualität durch soziale Innovationen" (FH-Sozial) verfolgt das Ziel, durch Forschung soziale Innovationen zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen zu entwickeln und zu implementieren. Die Fördermaßnahme "FHInvest" hat zum Ziel, strukturbildende Projekte an Fachhochschulen durch gezielte Investitionen in Forschungsgeräte mit innovativer Technologie zu unterstützen.

Profilbildendes Merkmal der Fachhochschulen

Die Förderung durch das BMBF hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich die angewandte Forschung an Fachhochschulen seit den 1990er Jahren neben der praxisorientierten Lehre zu einem zweiten profilbildenden Merkmal der Fachhochschulen entwickelt hat.

Das Balkendiagramm gibt einen Überblick über die Haushaltsansätze im Programm 'Forschung an Fachhochschulen' im Zeitraum 2005-2017
Der Haushaltsansatz für das Programm "Forschung an Fachhochschulen" hat sich seit 2005 von 10,5 Millionen auf 55,0 Millionen Euro im Jahr 2017 mehr als verfünffacht. © BMBF