Forschung für unsere Zukunft

BMBF richtet Nachhaltigkeitsforschung neu aus / Karliczek: „Innovationskraft unserer Wissenschaft und Wirtschaft für Klimaschutz mobilisieren“

Bundesministerin Anja Karliczek eröffnet die Konferenz.
Bundesministerin Anja Karliczek eröffnet die Konferenz. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek setzt neue Impulse bei der Forschung für Nachhaltigkeit: Neben den ökologischen sollen stärker wirtschaftliche und soziale Aspekte im Zentrum stehen. Zudem soll die Digitalisierung noch stärker als Motor für Nachhaltigkeit genutzt werden. 500 Expertinnen und Experten diskutieren über diese und weitere Zukunftsthemen heute auf dem 15. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit.

Bei der Eröffnung des Forums betonte Bundesministerin Anja Karliczek: „Der Schutz des Klimas und der Artenvielfalt gehören zu den großen Aufgaben unserer Gesellschaft. Zugleich wollen wir unseren Wohlstand halten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Ökologie und Ökonomie sollen Hand in Hand gehen. Wir wollen Anreize setzen, nachhaltig zu wirtschaften. Es geht um Industrie, Mobilität, Energie. Die Innovationskraft unserer Wissenschaft und Wirtschaft soll für den Klimaschutz mobilisiert werden. Innovative Technologien und neueste Erkenntnisse aus der Forschung werden dabei helfen. Wir wollen keine Denkverbote, sondern lebensnahe Lösungen.“

Der Klimawandel, der Verlust an Artenvielfalt und der Plastikmüll in Meeren, Flüssen und der Luft sind nur drei der großen Herausforderungen, die viele Menschen bewegen. Trotz zahlreicher politischer Anstrengungen in Deutschland, Europa und weltweit nehmen die ökologischen Herausforderungen zu. Forschung, Innovation und Bildung für nachhaltige Entwicklung leisten entscheidende Beiträge, um sie zu meistern. Deshalb wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Forschungsförderung in diesem Bereich in den kommenden Jahren weiter intensivieren.

Zu den Schwerpunkten der BMBF-Förderung zählt die Biodiversitätsforschung. Bundesministerin Anja Karliczek kündigte dazu heute eine neue Fördermaßnahme im Rahmen der Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt des BMBF an: „Die Artenvielfalt ist unsere Lebensgrundlage. Wir müssen sie erhalten. Das ist mindestens genauso wichtig wie der Klimaschutz. Wir sind alle direkt betroffen. Deshalb ist es mir wichtig, dass die Forschung im Dialog mit der Gesellschaft steht. Die Erkenntnisse und Lösungen sollen schnell in den Kommunen, in der Landwirtschaft und in den Unternehmen eingesetzt werden können.“ Im Juni wird das BMBF Projekte anstoßen, um die Wertschätzung der biologischen Vielfalt in der Gesellschaft zu steigern. Im Zentrum steht die Suche nach Lösungen, wie der Erhalt der Artenvielfalt in politische, unternehmerische und individuelle Entscheidungen einfließen kann.

Über das Rahmenprogramm FONA hat das BMBF seit 2005 mehr als fünf Milliarden Euro in Nachhaltigkeitsforschung investiert, um die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen zu erhalten. Das aktuelle Rahmenprogramm FONA3 läuft seit 2015. Schwerpunkte sind die Leitinitiativen Green Economy, Zukunftsstadt und Energiewende. Anfang 2019 wurde zudem als vierte FONA-Leitinitiative die Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt vorgelegt. Im nächsten Jahr soll das neue Rahmenprogramm vorgestellt werden.