Forschung zum Anfassen am Tag der offenen Tür

„Hallo Politik“: Am Tag der offenen Tür kamen Tausende Menschen ins BMBF, um sich über die Arbeit des Ministeriums zu informieren. Vor allem die Kleinen waren begeistert von vielen Mitmach-Ständen und spannenden Experimenten.

Wie entstehen eigentlich die vielen Schichten im Meeresboden? Warum fühlt es sich noch immer seltsam an, sich von einem autonomen Auto herumfahren zu lassen? Und wie sieht eigentlich das Büro der Ministerin aus? Fragen über Fragen, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung am Tag der offenen Tür gerne beantwortete – und zwar nicht im Frontalunterricht, sondern an vielen Ständen zum Mitmachen. Denn: Eines der Ziele des BMBF ist es, Menschen für Wissenschaft und Forschung zu begeistern. Und das schafft man eben nicht mit endlosen Power-Point-Vorträgen.

"Deutschland gilt international als Land der Dichter und Denker. Wir sind aber auch ein Land der Tüftler und Macher. Von den Talenten und dem Können der Menschen im Land hängt viel ab: persönliches Glück und Vorankommen ebenso wie unser gesellschaftlicher Wohlstand. Im Bundesministerium für Bildung und Forschung wird jeden Tag daran gearbeitet, dass jede und jeder durch Bildung seine Talente bestmöglich entfalten kann und dass durch Forschung Neues entdeckt und Bekanntes besser wird“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Michael Meister. Bereits am Samstag waren, gerechnet auf alle Häuser der Bundesregierung, rund 70.000 Menschen gekommen. Und auch am Sonntag war der Andrang groß.

Vor allem „die Kleinen“ waren von den vielen Möglichkeiten im BMBF begeistert. So durften sie an einem der Stände verschieden farbigen Sand übereinander rieseln lassen – so bildeten sich verschiedene Schichten, womit auch die Frage nach dem Meeresboden geklärt wurde. An anderer Stelle faszinierte ein Experiment mit verschiedenen Drähten, die sich – kaum in warmes Wasser getaucht – wie von Geisterhand verformten.

Natürlich ging es auch sehr technisch zu. Das Wissenschaftsjahr 2019 ist der Künstlichen Intelligenz gewidmet – kein Wunder also, dass es auch am Tag der offenen Tür besonders viele Exponate zur KI gab. Mit einer Virtual-Reality-Brille erlebten die Gäste, wie es sich anfühlt, von einem autonomen Auto herumgefahren zu werden.

Wie gut die KI uns Menschen inzwischen kopieren kann, wurde beim Wettbewerb „Bot or Not“ deutlich, eine Art Poetry Slam, bei dem Gedichte aus Menschenhand mit denen aus dem Computer gegeneinander antraten. Das Publikum musste nach jedem Vortrag abstimmen, ob sich den Text ein Mensch oder doch eine Maschine ausgedacht hat – da gab es einige knifflige Entscheidungen.

Ein weiterer Höhepunkt auf der Bühne: Die Live-Schaltungen zur Forschungsstation Neumayer III. Dort lebt gerade eine neunköpfige Besatzung im antarktischen Winter - und berichteten direkt von ihrem Einsatz im Eis. Im Klimahof erfuhren Besucherinnen und Besucher zudem aus erster Hand, an welchen Projekten die Klimaforscher arbeiten.

Bio, Physik und Chemie standen dagegen im Mittelpunkt der Rallye der Wissenschaftsolympiaden. Hier wurden alle selber zu Forscherinnen und Forschern und traten mit Lichtmesser, Auftriebswaage und binärem Schlüssel gegeneinander an.