Forschungsbauten: Förderung wird evaluiert

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat eine Kommission von Fachleuten berufen, die die  gemeinsame Förderung von Forschungsbauten und Großgeräten an Hochschulen evaluieren soll.

Bundesministerin Johanna Wanka © Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Mit ihrer Entscheidung, die Förderung von Forschungsbauten und Großgeräten zu evaluieren, gehen Bund und Länder unter anderem der Frage nach, in welchem Umfang die mit dieser Förderung verbundenen Ziele erreicht wurden und welche positiven Effekte erkennbar sind.

Unter dem Vorsitz von Jörg Hacker

Den Vorsitz in der dreizehnköpfigen Expertenkommission hat Jörg Hacker, Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften.

Wanka: Spitzenforschung bedarf exzellenter Forschungsinfrastrukturen

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka, die den GWK-Vorsitz innehat, dankte den wissenschaftlichen Expertinnen und Experten der Kommission für ihre Bereitschaft, die Aufgabe zu übernehmen. „Spitzenforschung an Hochschulen bedarf nicht nur kluger Köpfe, sondern auch exzellenter Forschungsinfrastrukturen. Mit der Förderung bedeutsamer Forschungsbauten und Großgeräte wollen Bund und Länder die wissenschaftliche Konkurrenzfähigkeit der Forschung an Hochschulen im nationalen und internationalen Wettbewerb gezielt stärken“, sagte die Ministerin.

Forschungsbauten und Großgeräte

Seit 2007 fördern Bund und Länder Forschungsbauten und Forschungsgroßgeräte von exzellenter wissenschaftlicher Qualität und nationaler Bedeutung an deutschen Hochschulen. Die Mittel dafür werden je zur Hälfte durch den Bund und das jeweilige Sitzland bereitgestellt.

Bund und Länder haben seither Forschungsbauvorhaben und Großgeräte in Höhe von insgesamt rund 5,5 Milliarden Euro gefördert. Insgesamt 134 Forschungsbauvorhaben wurden auf den Weg gebracht. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die die Förderentscheidung für Forschungsgroßgeräte trifft, hat im selben Zeitraum rund 2900 Großgeräte bewilligt.