Forschungsbauten und Großgeräte

Die Bundesregierung fördert exzellente Forschungsbauten an deutschen Hochschulen. Sie sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme der Hochschulen am nationalen und internationalen Wettbewerb in der Forschung.

Forschungsbauten und Großgeräte

Die Bundesregierung fördert exzellente Forschungsbauten an deutschen Hochschulen. Sie sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme der Hochschulen am nationalen und internationalen Wettbewerb in der Forschung.

Die Bundesregierung fördert Forschungsbauten an Hochschulen mit derzeit 213 Millionen Euro im Jahr; Großgeräte an Hochschulen werden mit derzeit 85 Millionen Euro im Jahr gefördert. Das Bundesland, das den Forschungsbau oder ein Großgerät plant und durchführt, beteiligt sich an der Finanzierung in derselben Höhe wie der Bund.

Darüber hinaus erhalten die Bundesländer jährlich 695,3 Millionen Euro zur Kompensation des zum 31.12.2006 beendeten Hochschulbau-Förderungs-Gesetzes. Diese Mittel haben die Länder in eigener Verantwortung für Investitionen vorzusehen.

Insgesamt stellt die Bundesregierung durch dieses Maßnahmenbündel jedes Jahr 993,3 Millionen Euro für Forschungsbauten, Großgeräte und Kompensationsmittel bereit. Das bedeutet, dass seit 2007 rund 9 Milliarden Euro für die Hochschulen zur Verfügung standen.

Forschungsbauten

Die Förderung eines Vorhabens als Forschungsbau unterliegt strengen Kriterien, die in einer Ausführungsvereinbarung, der so genannten AV-FuG, konkretisiert sind.

Voraussetzung ist, dass der Bau weit überwiegend der Forschung dient, dass sich die Arbeit durch herausragende wissenschaftliche Qualität auszeichnet, dass die Forschung von überregionaler Bedeutung ist und dass die Investitionskosten 5 Millionen Euro übersteigen.

Die Förderung selbst erfolgt thematisch offen. Sie schließt auch die Ausstattung der Forschungsbauten mit Großgeräten ein. Für die Förderung von Hochleistungsrechnern gelten noch einmal spezifische Kriterien. Weitere Einzelheiten finden sich im Leitfaden zur Begutachtung von Forschungsbauten.

Das Verfahren zur Förderung von Forschungsbauten

Interessierte Hochschulen richten ihre Antragsskizzen an die Ministerien für Bildung oder Wissenschaft der jeweiligen Landesregierung. Antragsberechtigt sind staatliche Hochschulen und nichtstaatliche, institutionell akkreditierte Hochschulen. Die Landesregierungen legen die Anträge dem Bund und dem Wissenschaftsrat vor. Der Wissenschaftsrat begutachtet die Anträge und legt seine Förderempfehlungen der Gemeinsamen Wissenschafts-Konferenz (GWK) zur Entscheidung vor.

Vom 1.1.2007 bis heute wurden 122 Vorhaben als Forschungsbauten an Universitäten in die Förderung aufgenommen.

Voraussetzungen für die Förderung von Großgeräten

Ein Großgerät kann gefördert werden, wenn es weit überwiegend der Forschung dient und die Beschaffungskosten (inklusive Zubehör) 200.000 Euro übersteigen (an Fachhochschulen 100.000 Euro).

Die Förderung von Großgeräten erfolgt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die hierfür Sondermittel erhält. Antragsberechtigt sind staatliche Hochschulen und nichtstaatliche, institutionell akkreditierte Hochschulen. Die Mittel für die Förderung von Großgeräten werden ebenfalls je zur Hälfte vom Bund und dem jeweiligen Sitzland der Hochschule aufgebracht. Über die Förderung besonders teurer Großgeräte (über 5 Millionen Euro) entscheidet die GWK aufgrund von Empfehlungen des Wissenschaftsrates.