Forschungscampi: Erfolgreich und nachhaltig vernetzt

Forschen unter einem Dach: Die Förderinitiative „Forschungscampus“ bringt 180 Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Wie innovativ das Fördermodell ist, zeigte sich bei der Fachtagung in Berlin.

Staatssekretär Georg Schütte auf der Fachtagung der Begleitforschung zur BMBF-Förderinitiative „Forschungscampus –öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen" © Wolfgang Borrs

Ob bei der Energiewende, der Gesundheitsforschung oder der Materialentwicklung: Innovationen sichern den Wohlstand Deutschlands und machen die Bundesrepublik zu einem weltweit anerkannten Forschungsstandort. Um dabei die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft noch stärker zu unterstützen, fördert das Bundesforschungsministerium deutschlandweit neun sogenannte Forschungscampi.

180 Akteure arbeiten in den Forschungscampi unter einem Dach zusammen. Rund ein Viertel kommt aus der Wissenschaft und rund drei Viertel aus der Wirtschaft. Gemeinsam bauen sie beispielsweise Forschungsfabriken oder innovative Diagnose- und Therapieumgebungen auf. Neue Ergebnisse können auf diese Weise sofort praktisch erprobt werden. So wird die Umsetzung in neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen beschleunigt. An einem Forschungcampus sind immer mindestens eine Hochschule, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Wirtschaftsunternehmen beteiligt. Die Forschungscampi stehen damit für einen neuen Typ von Forschungsstrukturen. Das Bundesforschungsministerium unterstützt die Forschungscampi für einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren.

Georg Schütte eröffnet die Fachtagung. © Wolfgang Borrs

Wie erfolgreich das innovative Fördermodell ist, hat sich auch auf der Fachtagung der Begleitforschung zur Förderinitiative gezeigt. Rund 100 Teilnehmer sind zu einem Austausch über den aktuellen Stand der Forschungen im Berliner Harnack-Haus zusammengekommen. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, hat die Tagung eröffnet.

Das Konzept „unter einem Dach“ habe sich als wichtiger Aspekt für die Kooperation bewährt, so das Fazit der Beteiligten. Zudem werde von den nun etablierten Forschungscampi eine langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft angestrebt. In Zukunft solle es vor allem darum gehen, die etablierten Partnerkonstellationen zu festigen und auch die internationale Perspektive noch stärker in den Blick zu nehmen.