Forschungsorganisationen setzen ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit in der Wissenschaft

Übergabe der Handreichung „Nachhaltigkeitsmanagement in Forschungsorganisationen“. V.l. Prof. Dr.-Ing. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG), Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof Dr. med. Dr. h. c. mult Otmar D. Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF) und Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft (WGL).
Übergabe der Handreichung „Nachhaltigkeitsmanagement in Forschungsorganisationen“. V.l. Prof. Dr.-Ing. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG), Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof Dr. med. Dr. h. c. mult Otmar D. Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF) und Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft (WGL). © Thomas Imo, photothek

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat heute in Berlin die Handreichung  "Nachhaltigkeit in außeruniversitären Forschungsorganisationen" entgegen genommen. Überreicht wurde diese von den Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft, Reimund Neugebauer, der Helmholtz-Gemeinschaft, Otmar D. Wiestler, und der Leibniz-Gemeinschaft, Matthias Kleiner. Die drei Organisationen haben mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die Handreichung in dreijähriger Projektarbeit erstellt.

 "Mit der Handreichung zum Nachhaltigkeitsmanagement in Forschungsorganisationen unterstreicht die Wissenschaft ihre gesellschaftliche Verantwortung. Die Forschungsorganisationen haben damit eine Vorreiterrolle übernommen, die hoffentlich auch auf andere Bereiche der Wissenschaft ausstrahlt", sagte Forschungsministerin Wanka.

Erstmals wird das Thema Nachhaltigkeitsmanagement für die außeruniversitären Forschungsorganisationen umfassend betrachtet und gleichermaßen für Wissenschaft und für die Administration konkretisiert. Die drei außeruniversitären Forschungsorganisationen haben sich über die Grenzen der Organisationen hinweg mit der Thematik und ihren eigenen Strukturen auseinandergesetzt und einen Rahmen entwickelt, der ausdrücklich die notwendige Freiräume für eine fachliche Schwerpunktsetzung bietet.

Für die Fraunhofer-Gesellschaft stehen dabei die Einbindung der Gesellschaft und  der Transfer der Forschungsergebnisse in die Wirtschaft im Fokus, um die immer kürzer werdenden Innovationszyklen qualitativ hochwertig sowie gesellschaftlich akzeptiert auszugestalten.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen. Im Schulterschluss zwischen Grundlagenforschung, Systemanalyse und Translation werden anwendungsnahe Beiträge im Wissensaustausch mit einer divers aufgestellten Nutzergemeinschaft geleistet.

Für die Leibniz-Gemeinschaft besteht die Herausforderung für das Wissenschaftssystem darin, in einer richtigen Balance zwischen grundgesetzlich zugesicherter Wissenschaftsfreiheit und gesellschaftlicher Relevanz selbst Vorreiter für nachhaltige Entwicklungen zu sein.

Das BMBF hat 2012 den Agendaprozess "Nachhaltigkeit in der Wissenschaft" (SISI) gestartet. Gemeinsam mit Lehrenden, Forschenden, Studierenden und Vertreterinnen und Vertretern der Hochschulverwaltung wurden Ideen und Maßnahmen diskutiert und erarbeitet, die die Forschungslandschaft bei ihrer Transformation zu mehr Nachhaltigkeit unterstützten sollen.

Mehr Informationen unter: www.fona.de/de/sisi