Forschungsprogramme mit partizipativem Schwerpunkt

Ideenwettbewerbe, Reallabore, gemeinsames Programmieren: Die Forschungsprogramme mit partizipativem Schwerpunkt haben das Ziel, durch den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft die Innovationslandschaft in Deutschland weiterzuentwickeln.

In letzten Jahren hat sich eine Vielzahl von Formaten und Vorgehensweisen etabliert, die Wissenschaft und Bürgerinnen und Bürger in einen produktiven Austausch miteinander bringen. Um diese Entwicklung weiter zu stärken, hat das BMBF gezielt Forschungsprogramme und Förderbekanntmachungen aufgesetzt, die neue Wege der Zusammenarbeit beschreiten sollen. Dies reicht von der Einbeziehung der Start-Up und Entwicklerszene, über das Aufsetzen von Reallaboren bis hin zu Ideenwettbewerben zu neuen analogen und digitalen Beteiligungsformaten. Ziel ist ein produktiver Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zur Weiterentwicklung der Forschungs- und Innovationslandschaft in Deutschland.

Gesellschaft der Ideen

Unsere Gesellschaft verändert sich. Wie wir miteinander kommunizieren, wohnen, arbeiten, lernen, uns fortbewegen und konsumieren – all das unterliegt einem stetigen Wandel. 
Globalisierung und Digitalisierung verändern unseren Alltag, das Miteinander in der Familie, in der Nachbarschaft oder bei der Arbeit. Die Entscheidung darüber, wie wir neuen Herausforderungen begegnen und neue Möglichkeiten nutzen, treffen wir – als Gesellschaft der Ideen.
Innovationen können unser Leben erleichtern und bereichern. Wir brauchen neue Ideen, um Herausforderungen zu bewältigen und das gesellschaftliche Miteinander im Wandel zu gestalten.
Mit Gesellschaft der Ideen sucht das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im engen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern die besten Ideen für Soziale Innovationen, die den Austausch zwischen Virtuell und Real, Stadt und Land oder Jung und Alt anregen.

Ideenwettbewerb für innovative analoge und digitale Partizipationsformate und -technologien

Formate und Werkzeuge der Bürgerbeteiligung haben sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Um diesen Trend weiter zu stärken hat das BMBF mit dem „Ideenwettbewerb für innovative analoge und digitale Partizipationsformate und -technologien“ Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Freischaffende dazu aufgerufen, innovative und kreative Vorschläge für das Einsammeln, das Auswerten und die Vermittlung von Fragen der Bürgerinnen und Bürger an die Wissenschaft zu erarbeiten. Die Projektphase startet im Oktober 2020. 

„Software-Sprint“ – Förderung von Open Source Entwicklerinnen und Entwicklern

Mit der Initiative Software-Sprint fördert das BMBF kreative Ideen freier Programmierer/-innen, um gesellschaftlich relevante Lösungen in der datengetriebenen Welt zur Umsetzung zu bringen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Förderinitiative Open Photonik Pro

Mit der Initiative verfolgt das BMBF das Ziel, neue Formen der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft mit der Maker- und Gründerszene ermöglichen. Erschlossen werden sollen damit zusätzliche Innovationspfade und -potenziale. Gleichzeitig sollen Innovationszyklen deutlich verkürzt und die Vernetzung dieser Gruppen nachhaltig verbessert werden. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Bioökonomie als gesellschaftlicher Wandel, Querschnittsmaßnahme „Neue Formate der Kommunikation und Partizipation“

Gefördert wird die Entwicklung und praktische Erprobung neuartiger Formate, Methoden und Instrumente der Kommunikation und Partizipation, die dazu beitragen, die Gesellschaft stärker in die Gestaltung der Bioökonomie einzubinden und diesbezügliches Engagement zu fördern. Begleitend sollen außerdem kritische Erfolgsfaktoren von innovativen Kommunikations- und Partizipationskonzepten erforscht werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Richtlinie zur Förderung klinischer Studien mit hoher Relevanz für die Patientenversorgung

In dieser Richtlinie werden Anreize für die Wissenschaftslandschaft gesetzt, partizipative Elemente in den Forschungsprozess zu integrieren. Dazu beinhaltet die Förderrichtlinie Vorgaben dahingehend, dass Patientinnen und Patienten, deren Vertretungen oder andere relevante Akteure – wo angemessen und zielführend – in den Forschungsprozess einbezogen und an dessen Gestaltung beteiligt werden. Dies hat das Ziel, die Bedürfnisse und Bedarfslagen der Personen zu berücksichtigen, welche durch die entsprechende Forschung adressiert werden. Hiermit soll die Zielorientierung und der Nutzen der Gesundheitsforschung erhöht werden. Mehr dazu lesen Sie hier.