Friedenslicht leuchtet jetzt auch im BMBF

Es hat rund 3000 Kilometer quer durch Europa zurückgelegt und erinnert uns daran, wie schön eine Welt in Frieden sein könnte: Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben in Berlin das Friedenslicht an Bundesministerin Anja Karliczek übergeben.

Das Friedenslicht kommt aus Bethlehem.
Das Friedenslicht kommt aus Bethlehem. © BMBF/Rickel

„Mut zum Frieden“: Unter diesem Motto wird in diesem Jahr die Flamme aus der Geburtsgrotte Jesu Christi in Bethlehem in der Adventszeit in viele Länder gebracht –auch ins BMBF. Am 16. Dezember übergaben die Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Licht in Berlin an Bundesministerin Anja Karliczek.

Mit der Weitergabe des Friedenslichts wollen die jungen Menschen ein leuchtendes Zeichen für eine friedlichere Welt setzen. Das diesjährige Motto macht deutlich, wie schön eine Welt in Frieden sein könnte. „Kein Volk besser als das andere. Keines, das sich auf Kosten anderer bereichert. Keines, das sich als Richter erhebt. Keine Rache, Keine Strafe. Keine Vergeltung. Man übt nicht mehr für den Krieg. Man lebt von dem, was die Erde hergibt. Ausreichend für alle. Wie schön das wäre! Alle Menschen gemeinsam auf dem Weg. Miteinander statt gegeneinander. Kein Mensch ist besser als der andere. Kommt, lasst uns beginnen, jetzt, Du und Ich …“, heißt es im Begleittext.

Im Zug 3000 Kilometer nach Deutschland

Im Jahr 1986 entstand im oberösterreichischen Landesstudio des Österreichischen Rundfunks (ORF) die Idee, die bald in ganz Europa Anklang gefunden hat: Ein Licht aus Bethlehem wird als Botschafter des Friedens von einem Land zum anderen weitergereicht. Damit wird an die weihnachtliche Botschaft erinnert. Sie lautet: Die Menschen sollen in Frieden miteinander leben.

Das Friedenslicht wird in jedem Jahr vor Weihnachten von einem österreichischen Kind in der Geburtsgrotte Jesu entzündet. Von Bethlehem wird es mit dem Flugzeug in einer explosionssicheren Lampe nach Wien gebracht. Dort wird es am dritten Adventswochenende in alle Orte Österreichs und in die meisten europäischen Länder gesandt. Züge mit dem Licht fahren über den ganzen Kontinent. So überwindet es auf seinem über 3000 Kilometer langen Weg nach Deutschland viele Mauern und Grenzen. Es verbindet Menschen vieler Nationen und Religionen miteinander.

Deutsche Delegation holt Friedenslicht aus Österreich

Jedes Jahr fährt eine deutsche Delegation nach Österreich und holt das Friedenslicht nach Deutschland. Dort wird das Licht als Gemeinschaftsaktion des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG), des Verbands Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) sowie des Verbands Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG) weitergeben.