Für einen modernen Unterricht: die Schulcloud

Digitale Lehr- und Lernangebote für verschiedene Fächer sollen künftig in einer Cloud zentral angeboten werden können. Bundesministerin Johanna Wanka hat das vom Bundesbildungsministerium geförderte Projekt beim IT-Gipfel vorgestellt.

Eine Sammlung webbasierter Dienste und Angebote: die Schulcloud © Thinkstock

Die Schulcloud soll den digitalen Wandel an den Schulen beschleunigen. Entwickelt wird sie in einem mehrstufigen Prozess und in Zusammenarbeit mit zahlreichen Fachleuten aus Wirtschaft und Bildungseinrichtungen. Beim IT-Gipfel in Saarbrücken hat Bundesbildungsministerin Johanna Wanka das Pilotvorhaben zusammen mit dem wissenschaftlichen Direktor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI), Christoph Meinel, vorgestellt.

Geplant ist, dass sich die Schulcloud an Schülerinnen und Schüler genauso wie an Lehrkräfte und Schulleitungen richtet. Sie bietet eine Sammlung webbasierter Dienste und Angebote. Dazu gehören Speicherplatz für die Schulen, Lern- und Kollaborationsumgebungen, Lerninhalte und vor allem auch offene Bildungsmaterialien. Ein wichtiger Vorteil dabei: Die Schulcloud wird die Anforderungen an die schulinterne Informationstechnik reduzieren - und nimmt auch der Schulverwaltung Arbeit ab. Zudem macht sie es leichter, digital gestützte Unterrichtsangebote vorzubereiten und unterstützt selbstständiges Lernen. Nicht zuletzt entlastet sie Schulen von Wartungs- und Supportaufgaben, weil diese Kapazitäten zentral vorgehalten werden.

Wichtiger Kooperationspartner für das Konzept ist der Verein "MINT-EC", ein Zusammenschluss von rund 250 Gymnasien in ganz Deutschland.