Fürst Albert mit Deutschem Meerespreis 2016 ausgezeichnet

Der Deutsche Meerespreis 2016 ist an Fürst Albert II. von Monaco verliehen worden. Als Präsident des Mittelmeerforschungsrates hat er sich in den vergangenen Jahren für den Schutz der Meere eingesetzt.

Fürst Albert II. (2.v.l.) und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka mit GEOMAR-Direktor Peter Herzig (l.), Ministerpräsident Torsten Albig (2.v.r.) und Cornel Wisskirchen (r.) von der Deutschen Bank. © Thomas Eisenkrätzer

Anlässlich der Eröffnung des 41. Kongresses des Mittelmeerforschungsrates in Kiel ist Fürst Albert II., monegassisches Staatsoberhaupt und Präsident des Mittelmeerforschungsrates, mit dem Deutschen Meerespreis 2016 ausgezeichnet worden. Der Fürst hat sich in den vergangenen Jahren in besonderer Weise für die Meeresforschung engagiert. So hat er im Jahr 2006 die nach ihm benannte Stiftung „Fondation Albert II de Monaco“ zum Schutz des Mittelmeerraumes und der Arktis gegründet. Außerdem unterstützte er Forschungsprojekte zur Klimaerwärmung und zur Ozeanversauerung.

Herausforderungen in der Meeresforschung

An der Verleihung des Deutschen Meerespreises in Kiel nahm auch Bundesforschungsministerin Johanna Wanka teil: „Themen wie die zunehmende Ozeanversauerung oder die Auswirkungen der Klimaveränderung insbesondere in polaren Breiten, für die sich Fürst Albert II. besonders einsetzt, gehören zu den aktuellsten Herausforderungen im Bereich der Meeresforschung“, hob Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hervor. „Dies sind Schwerpunkte, die wir auch im gegenwärtigen Wissenschaftsjahr 2016*17 der Meere und Ozeane in den Mittelpunkt stellen“, so Wanka weiter.

Monegassisches Engagement für die Meere

Fürst Albert steht mit seinem Engagement in der Tradition der monegassischen Fürstenfamilie, die sich seit mehr als 100 Jahren für den Schutz der Meere einsetzt: Einer seiner Vorfahren, Fürst Albert I., gründete beispielsweise im Jahr 1889 das Ozeanographische Museum. Auch die Gründung des Mittelmeerforschungsrates (Commission Internationale pour l' Exploration Scientifique de la Méditerranée, CIESM) im Jahr 1919 geht auf das Engagement von Albert I. zurück. Es handelt sich dabei um eine zwischenstaatliche Organisation zur Förderung der wissenschaftlichen Erforschung des Mittelmeeres mit Sitz in Monaco. Der Rat besteht aus 23 Mitgliedsstaaten. Deutschland gehört dem Gremium seit 1969 an und wird durch das GEOMAR vertreten.

Der Deutsche Meerespreis

Der Deutsche Meerespreis ist eine Auszeichnung, die gemeinsam vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und der Deutschen Bank unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein verliehen wird. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird seit 2009 an Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien verliehen, die sich für den Erhalt, Schutz oder die Vermittlung von Wissen um und über die Meere einsetzen.