Gemeinsame Sache machen!

In der zweiten BMBF-ZukunftsNacht verknüpfen Bürger die Sharing Economy mit großen Erwartungen / Staatssekretär Schütte: "Kreatives Potenzial nutzen"

Tauschen, Teilen, Selbermachen. So einfach kann es gehen, wenn man Produkte und den Konsum nachhaltiger machen und das Miteinander in der Gesellschaft stärken möchte. Diese Einschätzung jedenfalls teilten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten ZukunftsNacht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Rund 150 Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter von Politik und Wissenschaft waren dazu am Donnerstagabend im BMBF mit Staatssekretär Georg Schütte ins Gespräch gekommen.

Unter dem Titel "Tauschen, Teilen, Selbermachen" diskutierten die Teilnehmer mehr als zwei Stunden lebhaft über Trends und Herausforderungen, die sich durch die aufkommende Sharing Economy ergeben. "Tauschen, Teilen, Selbermachen hat viel mit neuen kreativen Prozessen zu tun, die wir nutzen sollten", sagte Staatssekretär Schütte. Die Sharing Economy bedeute zudem ein neues Miteinander in unserer Gesellschaft: "Auch solche sozialen Innovationen sind – neben technologischen Entwicklungen – ein Motor für Neues."

Die Bürgerinnen und Bürger stimmten zum Schluss über Handlungsempfehlungen ab. Die wichtigsten Ergebnisse: Vom Staat erwarten die Teilnehmer der ZukunftsNacht Anreize für nachhaltige Produkte und nachhaltigen Konsum. Dabei ist ihnen wichtig, dass der Staat darüber informiert, wie der nachhaltige Konsum unterstützt werden kann. Großen Wert legten die Bürger außerdem auf die Förderung von Forschung, die Auswirkungen und Einflüsse einer Sharing Economy auf unsere Arbeit und Lebensqualität untersucht.

Im nächsten Schritt werden die Ergebnisse des Bürgerdialogs in die Entwicklung langfristiger Innovationsstrategien einfließen. Sie sollen dazu auch mit dem Hightech-Forum besprochen werden, dem innovationspolitischen Beratungsgremium der Bundesregierung. "Das ZukunftsForum hat uns wichtige Impulse geliefert und gezeigt, welche Erwartungen es an die Forschungspolitik gibt", sagte Schütte.

Die ZukunftsNacht war Abschluss und Höhepunkt des zweiten ZukunftsForums des BMBF. Die ZukunftsForen bestehen aus jeweils drei Elementen: dem ZukunftsMonitor, einer repräsentativen Umfrage zum Thema, dem ZukunftsTag, einem ganztägigen Workshop, bei dem Bürgerinnen und Bürgern mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern diskutieren – und der ZukunftsNacht, an der auch die Hausleitung des BMBF teilnimmt.

In den fünf Workshops des ZukunftsTags hatten 50 Bürgerinnen und Bürger aus ganz Deutschland mit Experten über Chancen und Herausforderungen der Sharing Economy und des Trends zum Selbermachen gesprochen. Die Gäste der ZukunftsNacht diskutierten die erarbeiteten Empfehlungen und gewichteten sie anschließend per Abstimmung.

Fachlich unterstützt wurde die ZukunftsNacht von dem Themenpaten Harald Heinrichs, Professor für Nachhaltigkeit und Politik an der Universität Lüneburg. Auch zwei Vertreter aus dem Kreis der Bürgerinnen und Bürger brachten ihre Erfahrungen aus dem ZukunftsTag ein. Sie berichteten von den zum Teil visionären, zum Teil ganz praktischen Ideen, die die Bürger gemeinsam mit den Experten zum Tauschen, Teilen, Selbermachen entwickelt hatten.

Die Dialogserie des BMBF wird im Herbst fortgesetzt – mit dem Thema "Lehren, Lernen und Leben in der digitalen Welt".

Weitere Hintergründe und Ergebnisse des ZukunftsForums "Tauschen, Teilen, Selbermachen" sowie Fotos finden Sie in Kürze unter: www.zukunft-verstehen.de.