Germany at CERN

Bestehende Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen stärken, neue Partnerschaften anbahnen: Das ist das Ziel der Industriemesse „Germany at CERN“, die das Bundesforschungsministerium zusammen mit dem CERN veranstaltet.

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Die Suche nach Neutrinos in der Antarktis, das Aufspüren kosmischer Strahlung im All oder die Jagd nach den kleinsten Teilchen im Universum: Grundlagenforschung braucht heute mehr denn je die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Technik und Logistik. Damit internationale Forschungsvorhaben gelingen, ist zudem die Expertise von innovativen Unternehmen gefragt. So stammen beispielsweise große Teile der Entwicklung und Produktion des weltgrößten Teilchenbeschleunigers und seiner Detektoren am CERN aus Deutschland. Die Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen und Unternehmen ist ein Grundpfeiler der deutschen Wirtschaftskraft und Innovationsleistung. Um bestehende Kooperationen zu stärken und neuen Partnerschaften den Weg zu bereiten, veranstaltet das Bundesforschungsministerium gemeinsam mit dem CERN die Industriemesse “Germany at CERN” im schweizerischen Meyrin.

Bei Technologieprodukten hat Deutschland einen hohen Anteil am Weltmarkt

Germany at CERN 2017

Unter dem Motto „Collaborations for Your Excellence“ stellen am 10. und 11. Oktober 2017 insgesamt 37 Unternehmen im CERN ihr innovatives Produkt- und Dienstleistungsportfolio vor.

Die Anforderungen des CERN und anderer Forschungseinrichtungen an die Industrie nehmen häufig technologische Herausforderungen der nächsten Jahre vorweg und stoßen oft an die Grenzen des Machbaren: Seien es neue Verbundwerkstoffe, Silizium-Sensoren, Verbindungstechniken von Sensoren und Elektronik, ultraleichte Kohlenstoff-Materialien oder Supraleiter.

Doch gerade die zahlreichen deutschen Technologien, die am CERN im Einsatz sind, zeigen, dass deutsche Firmen für die Anforderungen gut gerüstet sind. Gemeinsam mit Universitäten und Forschungsinstituten entwickeln und erproben sie neuartige Produktionsverfahren und Technologien, die zum Gelingen internationaler Forschungsprojekte beitragen. Dass das deutsche Know-How geschätzt wird, zeigt auch ein Blick auf den Weltmarkt: Insbesondere deutsche Technologieprodukte sind dauerhaft gefragt.

Damit das auch künftig so bleibt, unterstützt das Bundesforschungsministerium die Begegnung zwischen Grundlagenforschung und Industrie. „Germany at CERN“ bietet dafür eine Plattform – um bestehende Kooperationen zu stärken und neue Partnerschaften anzubahnen.

CERN

Das CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) wurde 1954 gegründet und war eines der ersten europäischen Großforschungsprojekte. Internationale und interdisziplinäre Kooperationen bildeten von Beginn an den Grundstein der Forschungserfolge des CERN. Aktuell beteiligen sich 22 Mitgliedstaaten an der Finanzierung des Forschungszentrums. Deutschland übernimmt mit 220 Millionen Euro im Jahr rund 20 Prozent des CERN-Haushaltes. Neben den mehr als 1200 deutschen Forscherinnen und Forschern sind auch zahlreiche deutsche Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen am CERN engagiert und tragen damit zum Gelingen der Experimente bei.