Unsere Gesundheit – unsere Zukunft

Gesundheitsforschung ist wichtig. Menschen profitieren von den Ergebnissen unmittelbar und direkt. Die Forschung orientiert sich dabei an den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen. Denn sie sind ein grundlegendes Element erfolgreicher Forschung.

Gesundheitsforschung stellt die Menschen in den Mittelpunkt. © Getty Images / Westend61

Die Gesundheitsforschung orientiert sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen. Denn nur wenn wissenschaftliche Ergebnisse auch den Anliegen der Menschen Rechnung tragen, ist Gesundheitsforschung erfolgreich. Die zentrale Leitfrage ist: Welchen Beitrag kann die wissenschaftliche Arbeit leisten, um die Gesundheit und Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern? Für eine Antwort auf diese Frage müssen alle Beteiligte - Patientinnen und Patienten, aber auch Angehörige, das medizinische Fachpersonal, Zulassungsbehörden oder Expertinnen und Experten aus der Gesundheitswirtschaft - frühzeitig eingebunden werden. Nur dann kann die Translation, die Übersetzung der Forschungsergebnisse in die alltägliche Versorgungspraxis, gelingen.

Der Schlüssel: Personalisierung und Digitalisierung

Wichtig ist es auch, die vielen individuellen Faktoren, die unsere Gesundheit und unsere Krankheitsverläufe beeinflussen, stärker zu berücksichtigen. Denn jeder Mensch ist einzigartig - das gilt für seine Persönlichkeit genauso wie für seine Gesundheit. Erbgut, Lebensstil, Geschlecht und Alter sind nur einige Beispiele für individuelle Einflüsse. Daher wirken Therapien auch nicht bei allen Menschen gleich. Die Gesundheitsforschung kann dazu beitragen, Behandlungen zu entwickeln, die passgenau einzelnen Menschen helfen. Das kann die Krebstherapie sein, die wirkungsvoller ist und weniger Nebenwirkungen hat, weil sie individuell auf den Betroffenen zugeschnitten ist. Oder es kann das Präventionsangebot sein, das sich besser in den Alltag einbauen lässt, weil es die Lebenswelten der Menschen berücksichtigt.

Hilfreich bei der Entwicklung und individuellen Ausrichtung von Behandlungs- oder Präventionsprogrammen ist auch die computergestützte Verknüpfung von Gesundheitsdaten. Sie spielt gerade bei der personalisierten Medizin eine zentrale Rolle. Sie ermöglicht es beispielsweise, genetische Muster im großen Stil miteinander zu vergleichen und für den Einzelfall Rückschlüsse zu ziehen. Die Digitalisierung ist auch deswegen eine Schlüsseldisziplin für den medizinischen Fortschritt, weil sie Kommunikation und Kooperation in der Gesundheitsforschung und –versorgung grundlegend verändert.

Eine starke Gesundheitsforschung für alle

Ziel der Gesundheitsforschung ist es, Krankheiten vorzubeugen, zu heilen und ihre Folgen zu vermindern. Die Ursachen, Prävention und Behandlung von Erkrankungen müssen deshalb weiter entschlossen erforscht werden. Mit dem vorliegenden Rahmenprogramm stärkt die Bundesregierung die Gesundheitsforschung in Deutschland und legt ihre strategische Neuausrichtung für die kommenden zehn Jahre fest. Das Besondere an dem Programm: es ist dynamisch ausgerichtet. Es lernt sozusagen mit der Zeit, denn es wird stetig geprüft und an die aktuellen Entwicklungen angepasst.