Gipfeltreffen der Wissenschaft in Washington

Bei der 16. GAIN-Jahrestagung treffen Vertreter von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit deutschen Forscherinnen und Forschern in den USA zusammen

Sie ist Netzwerktreffen, Jobbörse und Fachkonferenz in einem: Die jährliche Tagung des "German Academic International Network", kurz GAIN. Vom 09. bis 11. September kommen wieder mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, in diesem Jahr erstmals in Washington D.C. Dabei werden Spitzenvertreter der deutschen Wissenschaft und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) deutschen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler begegnen, die derzeit in den Vereinigten Staaten und Kanada arbeiten. Auch werden am Rande von GAIN Spitzenvertreter der deutschen Wissenschaft mit ihren US-Counterparts zusammentreffen.

"Die USA und Kanada sind für Deutschland herausragende Partner in den Wissenschaftsbeziehungen. Als Gastländer für deutsche Forscher spielen sie eine zentrale Rolle. Auch Deutschland wird weltweit als eines der attraktivsten Zielländer für Wissenschaftler wahrgenommen. Unsere Anstrengungen der vergangenen Jahre, Bildung, Forschung und Innovation in Deutschland vorrangig zu fördern, zahlen sich aus", sagte Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen, die das BMBF in Washington vertritt.

GAIN wurde 2003 als Gemeinschaftsinitiative der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gegründet und arbeitet mit Unterstützung des BMBF und in Kooperation mit allen deutschen Wissenschaftsorganisationen. Ziel von GAIN ist neben der Vernetzung deutscher Forscher in Nordamerika die Unterstützung bei ihrer Rückkehr nach Deutschland. Beteiligt sind bei der Jahrestagung deshalb zum Beispiel auch Unternehmen, die Karriereperspektiven in der Forschung bieten. An dem Spitzentreffen in Washington nehmen die Präsidentinnen und Präsidenten zahlreicher Wissenschafts- und Forschungsorganisationen sowie Universitäten teil.

Cornelia Quennet-Thielen: "Die Bedingungen für eine Rückkehr nach Deutschland waren nie besser als heute: Mit dem Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, der Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, der Exzellenzstrategie, und dem Pakt für Forschung und Innovation haben wir das Arbeitsumfeld gerade für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler noch einmal deutlich attraktiver gemacht. Für Deutsche, die derzeit noch in den USA oder Kanada forschen, kann die Rückkehr genau die richtige Wahl sein."

Deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler informieren sich auf der Tagung in zahlreichen fächer- und themenspezifischen Workshops und an mehr als 60 Ständen über unterschiedliche Karriereperspektiven an deutschen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und in der deutschen Wirtschaft. Dabei spielen Karrierewege jenseits der Professur in Management, Verwaltung, Industrie und die Gründung von Start-ups eine immer größere Rolle, ebenso wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine Karriereperspektive für die Lebenspartner der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Das Programm der GAIN-Jahrestagung finden Sie unter: http://www.gain-network.org/1910137

Weitere Informationen: https://www.bmbf.de/de/nordamerika-und-zurueck-925.html