Girls’ Day 2019: Mädchen machen digitale Zukunftsmusik

Bundesbildungsministerin Karliczek besucht das Klanglabor eines digitalen Bildungsprojekts in Berlin | Studie zur Berufs- und Studienwahl von Jugendlichen veröffentlicht

"Auch Mädchen schätzen den Mehrwert der Technik. Beim heutigen Girls‘ Day zeigt sich, wieviel Begeisterung die Schülerinnen für MINT-Berufe haben. Sie entdecken unbekannte Stärken, verstehen neue Technologien und wenden sie an. Mädchen begeistern sich für Zukunftsberufe, ganz gleich ob im Handwerk, in der IT oder im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich. Der Mädchen-Zukunftstag ist ein Turbo für MINT-Berufe," sagt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek mit Blick auf eine anlässlich der Girls‘ Day-Aktionstage veröffentlichten Studie zur Berufs- und Studienwahl von Jungen und Mädchen. Demnach findet die Hälfte der befragten Teilnehmerinnen eines Girls‘ Day, es mache Spaß, in Berufen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu arbeiten. Bundesministerin Anja Karliczek besucht am Girls’ Day 2019 das digitale Bildungsprojekt Junge Tüftler gGmbH. Bundesweit nahmen rund 100.000 Schülerinnen am Mädchen-Zukunftstag teil.

Gemeinsam mit einer Gruppe von Mädchen tauchte Bundesbildungsministerin Karliczek in dem gemeinnützigen, mobilen Lernort Junge Tüftler in Berlin-Kreuzberg in die Welt der Programmierung ein. An drei Stationen probierten die Mädchen aus, wie ein Sound-Roboter gebaut und programmiert wird. Die Junge Tüftler gGmbH ist ein gemeinnütziger, mobiler Lernort der digitalen Bildung und beteiligt sich am Girls’ Day.

"Die Mädchen haben ganz selbstverständlich und mit Spaß im Klanglabor gewerkelt. Mit Logik, Kreativität und Begeisterung wurde experimentiert. Mit Hilfe von Programmierung und Algorithmen haben sie gemeinsam experimentelle Musik komponiert. Die Freude der Mädchen beim Tüfteln war geradezu ansteckend," resümiert Bundesbildungsministerin Anja Karliczek ihre Eindrücke vom Girls‘ Day 2019.

Die Bundesregierung unterstützt die Vorbereitung und Durchführung des Girls‘ Day und des Boys‘ Day. Die Aktionstage sollen junge Menschen auf die große Breite des Berufs- und Studienwahlspektrums aufmerksam machen. Schülerinnen und Schüler werden ermutigt, tradierte Rollenverständnisse von vermeintlich "typisch weiblichen" oder "typisch männlichen" Berufen zu überwinden. Mädchen und Jungen sollen Eindrücke in bisher unbekannten Berufsfeldern gewinnen und ihre individuellen Talente und Begabungen entdecken. Klischees haben beim Girls’ Day und Boys’ Day am 28.03.2019 keinen Platz.

Die am Girls’ Day gewonnenen Praxiserfahrungen wirken nachhaltig. Das zeigen Ergebnisse einer deutschlandweiten Befragung zur Berufs- und Studienwahl. Schülerinnen, die am Aktionstag 2018 MINT-Berufe kennengelernt haben, können sich zu 37 Prozent vorstellen, später auch in technischen Berufen zu arbeiten. Mädchen mit MINT-Aktionsplätzen weisen im Vergleich zu den Teilnehmerinnen ohne MINT-Erfahrung außerdem eine höhere Neigung zu IT und Informatik auf (31 zu 21 Prozent).



 

Über die Girls’ Day und Boys’ Day-Evaluation 2018

Rund 17.500 Mädchen und Jungen, die im Jahr 2018 am Boys’ Day bzw. Girls’ Day aktiv waren, wurden befragt. Damit ist die Befragung eine der größten bundesweiten Studien zur Berufs-und Studienwahl von Jungen und Mädchen.