Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag

Das Bildungsministerium setzt sich für faire Chancen für Mädchen und junge Frauen abseits traditioneller Studienfächer und Berufe ein und zeigt ihnen neue Perspektiven auf.

Emilia, Chiara und Lisa-Marie freuen sich auf ihren Girls Day im Naturkundemuseum Berlin © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Es ist wichtig, dass Mädchen und junge Frauen gute Rahmenbedingungen vorfinden, die es ihnen ermöglichen, ihre individuellen Talente in einem selbstbestimmten Leben in Freiheit und Verantwortung zu entfalten. Deshalb ist Chancengerechtigkeit ein durchgängiges Leitprinzip der Arbeit der Bundesregierung. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF) setzen sich gemeinsam als Ressorts dafür ein, Mädchen und junge Frauen das gesamte Berufs- und Studienwahlspektrum nahezubringen. Besonders für naturwissenschaftlich-technische und handwerkliche Ausbildungen und Berufskarrieren soll mit dem Girls‘ Day – Mädchen-Zukunftstag mehr Interesse geweckt werden.

Berufsmöglichkeiten ausschöpfen

Nach wie vor wählt mehr als die Hälfte der Mädchen aus nur zehn verschiedenen Ausbildungsberufen im dualen System – kein einziger naturwissenschaftlich-technischer ist darunter. Damit schöpfen sie ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus und den Betrieben fehlt gerade in technischen und techniknahen Bereichen qualifizierter Nachwuchs, obwohl Mädchen und junge Frauen in Deutschland über eine besonders gute Schulbildung verfügen. Hier setzt der Girls‘ Day – Mädchen-Zukunftstag an und bietet deshalb allen Chancen für die Zukunft!

Der Girls‘ Day öffnet Türen

Der Girls‘ Day – Mädchen-Zukunftstag setzt ab der 5. Klasse an. Anlässlich des Aktionstags öffnen Unternehmen, Betriebe, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in jedem Jahr in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen ab der Sekundarstufe I. Die Mädchen lernen am Girls‘ Day Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik kennen, in denen Frauen bisher noch eher selten vertreten sind. Die Teilnehmerinnen erleben in Laboren, Büros und Werkstätten, wie spannend die Arbeit dort ist. In Workshops und bei Aktionen gewinnen die Mädchen Einblicke in den Alltag der Betriebe und erproben ihre Fähigkeiten praktisch. Sie erhalten direkte Antworten auf ihre Fragen und können erste Kontakte knüpfen. Viele junge Frauen finden durch den Girls‘ Day eine Ausbildung oder einen Studiengang in ihrem Traumberuf. Außerdem werden Öffentlichkeit und Wirtschaft auf die Stärken der Mädchen aufmerksam. Die Sozialpartner sind beim Aktionstag selbstverständlich mit an Bord, denn sie wollen dieser gut ausgebildeten Generation junger Frauen neue Zukunftsperspektiven eröffnen.

Angebote von Unternehmen und Organisationen

Der Girls‘ Day – Mädchenzukunftstag ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen. Seit dem Start des Aktionstags im Jahr 2001 haben etwa 1,8 Millionen Mädchen teilgenommen. Im Jahr 2017 erkundeten rund 100.000 Mädchen Angebote in Technik und Naturwissenschaften, mehr als 10.000 Angebote von Unternehmen und Organisationen waren auf der Website www.girlsday.de eingetragen.