Gute Noten für besseres Licht

Untersuchung an deutschen Schulen belegt positiven Einfluss auf Lernklima / Wanka: "Die LED-Technologie zeigt, wie Forschung unser Leben erhellt"

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Entwicklung neuer Lichttechnologien, ihre Erprobung im Alltag und den Einsatz insbesondere auch im kommunalen Umfeld. Anlässlich des Festival of Lights veröffentlicht das BMBF jetzt die Studie "LED macht Schule", in der die Auswirkungen von LED auf das Lernverhalten an 33 Schulen in Deutschland untersucht wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass die neue LED-Beleuchtung von den rund 4.300 Schülerinnen und Schüler sowie 165 befragten Lehrkräften als "gut" bewertet wird. Vor der Umrüstung wurde die Ausleuchtung in den Schulen im Durchschnitt als "befriedigend" eingestuft. Damit verbesserte sich die Beurteilung um fast eine Schulnote. Die neue Technik wird zudem akzeptiert, als positiv wahrgenommen und trägt zu einer Verbesserung des Lernklimas bei. Die Studie zeigte weiterhin, dass die gute Akzeptanz der neuen Lichtquelle weiter steigt, wenn das Thema "LED" auch im Unterricht behandelt wird.

"Die LED-Technologie zeigt, wie Forschung unser Leben erhellt. Eine gute Beleuchtung in den Schulen unterstützt das Lernen und hilft Schülern und Lehrern bei ihrer täglichen Arbeit", sagte Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, anlässlich der Veröffentlichung der Studie. Der Einsatz moderner LED-Beleuchtung spart zudem elektrische Energie. "In Deutschland verwenden wir etwa 15 Prozent der Energie für Beleuchtung. Nutzen wir verstärkt LED, unterstützen wir aktiv die Energiewende. Unsere Forschung sorgt nicht nur für einen besseren Durchblick an den Schulen, sondern schont gleichzeitig unsere Umwelt", sagte Wanka.

Zudem engagiert sich das BMBF beim Festival of Lights. Heute eröffnete Bundesministerin Wanka die "Light Cares"-Ausstellung im BMBF in Berlin. Die von Makern, also Erfindern, Designern und Kreativen aller Art entwickelten und dort präsentierten Do-It-Yourself-Projekte zeigen, wie Lichttechnologie und Photonik den Alltag von Menschen mit Behinderungen erleichtern können. Vorgestellt wurden beispielsweise kostengünstige Prothesen aus dem 3D-Drucker, dreidimensionale, taktile Karten für Blinde, Brillen, die die verschiedenen Stufen der altersbedingten Sehbeeinträchtigung in der virtuellen Realität simulieren, eine Navigationsweste für Blinde, die den Nutzer mittels Vibration vor Hindernissen warnt, und ein Rollstuhl, der allein durch die Bewegung der Augen gesteuert werden kann. Mit diesem speziellen Rollstuhl haben die 14-jährige Myrijam Stoetzer und der 15-Jährige Paul Foltin den "Jugend Forscht"-Wettbewerb 2015 gewonnen.

Ministerin Wanka kündigte in diesem Zusammenhang an, mit einem Anfang Dezember startenden Wettbewerb die Do-It-Yourself- und Maker-Szene dabei zu unterstützen, Innovationen gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen zu entwickeln. "Das kreative Potenzial und das Engagement sind beachtlich. Mit dem neuen Wettbewerb wollen wir Maker und Menschen mit Behinderung zusammenbringen, um gemeinsam neue Ideen für die praktische Anwendung zu entwickeln", so Wanka. Durch den Wettbewerb sollen zehn Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit jeweils bis zu 100.000 Euro gefördert werden.

Neben der "Light Cares"-Ausstellung ist das Make Light Lab, eine Lichtwerkstatt zum Mit- und Selbermachen, noch bis zum 18. Oktober täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr im Foyer des BMBF geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.

Photonik ist die Schlüsseltechnologie, die sich Licht (Photonen) zunutze macht: Von energiesparender LED-Beleuchtung, über den 3D-Druck bis hin zur Lasersensorik. Mit modernen Hightech-Werkzeugen wie 3D-Druckern, Laserscannern, optischen Sensoren und Lasercuttern wird ein völlig neues Innovationspotenzial erschlossen. Erfinder, Designer und Kreative aller Art werden selber zum Entwickler und Produzenten, verstehen sich als "Maker". Das BMBF fördert seit 2012 die Entwicklungen rund um die Photonik mit der "Make Light"-Initiative.

Die Studie "LED macht Schule", Informationen sowie das gesamte Programm zu den Ausstellungen und Mitmachaktionen finden Sie unter www.photonikforschung.de