„Heute arbeite ich in meinem Traumjob“

Dmitry Gladchenko kam 2011 aus Kasachstan nach Deutschland. Frustriert von einem Gelegenheitsjob entschied er sich für das Anerkennungsverfahren. Heute arbeitet er in seinem Traumjob als Elektroanlagenmonteur.  

Dmitry Gladchenko kam 2011 aus Kasachstan nach Deutschland. Frustriert von einem Gelegenheitsjob entschied er sich im Mai 2013 für das Anerkennungsverfahren. Heute arbeitet er in seinem Traumjob als Elektroanlagenmonteur.
Dmitry Gladchenko kam 2011 aus Kasachstan nach Deutschland. Frustriert von einem Gelegenheitsjob entschied er sich im Mai 2013 für das Anerkennungsverfahren. Heute arbeitet er in seinem Traumjob als Elektroanlagenmonteur. © Portal „Anerkennung in Deutschland“/ BIBB

In Deutschland Arbeit zu finden hatte sich Dmitry Gladchenko leichter vorgestellt, als er 2011 seiner Heimat Kasachstan den Rücken kehrte und seiner Frau nach Nienburg an der Weser folgte. „Ich habe als Techniker und Elektriker bei der Eisenbahn gearbeitet und bin davon ausgegangen, dass ich hier mit meinem übersetzten Diplom eine Stelle finde. Allerdings habe ich nur Absagen bekommen“, erzählt Dmitry Gladchenko.

"Man darf sich nicht entmutigen lassen. Wer sich gut informiert, der kann sich auch durchbeißen!" Dmitry Gladchenko

Deshalb hat er zunächst in einer Fabrik für Fertigsalate gearbeitet und vormittags an einem Sprachkurs teilgenommen. Bekannte erzählten ihm schließlich von der Möglichkeit, seinen in Kasachstan erworbenen Berufsabschluss offiziell in Deutschland anerkennen zu lassen. „Meine Kollegen haben mir allerdings nicht viel Mut gemacht. Sie sagten, dass es total schwer sei, die Anerkennung zu erreichen. Da meine Frau jedoch sehr gut Deutsch kann, hat sie mir geholfen und wir haben gemeinsam recherchiert.“

Anerkennung in nur drei Monaten

Nachdem Dmitry Gladchenko seine Unterlagen an die IHK Hannover geschickt hatte, wurde er zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, um den passenden Referenzberuf festzustellen. Für die volle Anerkennung fehlte ihm noch ein sechswöchiges Firmen-Praktikum. „Nach dem Praktikum habe ich dann direkt ohne Weiterbildung oder Prüfung die volle Anerkennung als Elektroanlagenmonteur erhalten.“

„Der ganze Prozess verlief total reibungslos. Wenn ich wegen meiner Sprachbarriere etwas nicht verstanden habe, konnte sogar für mich übersetzt werden“, berichtet Dmitry Gladchenko. Nach insgesamt drei Monaten konnte er sich bereits mit seinem Anerkennungsbescheid bewerben – und erhielt sofort eine Zusage bei der Deutschen Bahn in Freiburg. „Wenn man nicht in seinem Beruf arbeiten kann, ist das irgendwann frustrierend. Ohne Anerkennung zu bleiben war für mich also keine Option. Ich wollte unbedingt meinen Traumjob bei der Deutschen Bahn bekommen. Und was soll ich sagen – das habe ich geschafft!“