Flüchtlinge integrieren – Kommunen stärken

Das Bundesbildungsministerium unterstützt Kommunen bei der Integration von Flüchtlingen. Alle Kreise und kreisfreien Städte können sich um die Finanzierung von bis zu drei kommunalen Koordinatorinnen und Koordinatoren bewerben.

Schüler einer Willkommensklasse in Berlin. © dpa/picture-alliance/Britta Pedersen

Sprachförderung und Integrationskurse, Kindergarten- und Schulplätze, Ausbildung und Weiterbildung, Anerkennung von Abschlüssen  – Integration durch Bildung ist eine Querschnittsaufgabe und kann nur durch ein gute Koordination gelingen. Deshalb ist die Kernaufgabe der Koordinatorinnen und Koordinatoren, die Vielzahl der kommunalen Bildungsakteure zu vernetzen sowie die Bildungsangebote und Bildungsbedarfe vor Ort aufeinander abzustimmen. Besonders die zahlreichen zivilgesellschaftlichen Initiativen – beispielsweise der lokal aktiven Stiftungen, der Vereine und der ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger – sollen ganz gezielt mit eingebunden werden.

Um Kreise und kreisfreie Städte bei der Integration von Flüchtlingen optimal zu unterstützen, ermöglicht das Bundesbildungsministerium die Finanzierung von Koordinatoren mit der Förderrichtlinie „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“. Sie ist Teil des BMBF-Maßnahmenpakets zur Integration von Flüchtlingen und eingebettet in die "Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement".

Jetzt einen Antrag stellen

Kreise und kreisfreie Städte sind aufgefordert, ein Konzept zu entwickeln und einzureichen.

Es sind drei Vorlagetermine für die Antragstellung vorgesehen – der 1. März 2016, der 1. Juni 2016 und der 1. September 2016. Im Antrag ist der geplante Starttermin des Vorhabens anzugeben. Für interessierte Kommunen bieten wir Informationsveranstaltungen zur Antragstellung an – am 11. Februar in Berlin, am 16. Februar in München und am 18. Februar in Bonn.

Die ersten Vorhaben können im Frühsommer 2016 starten. Es wird zunächst von einer zweijährigen Projektphase ausgegangen.

Finanzierung in vollem Umfang

Es handelt sich um eine Vollfinanzierung. In der Regel können die Ausgaben für eine kommunale Koordinatorin oder einen Koordinator gefördert werden. Bei Kreisen und kreisfreien Städten ab 200.000 Einwohnern können bis zu zwei und ab 500.000 Einwohnern bis zu drei Koordinatorinnen und Koordinatoren finanziert werden.

Darüber hinaus können Reisekosten  zu Fachtagungen, Schulungen und Workshops beantragt werden,  die programmseitig vom BMBF und den „Transferagenturen Kommunales Bildungsmanagement“ angeboten werden.

Die Zusammenarbeit mit einer Transferagentur ist dabei aber keine Fördervoraussetzung. Die Transferagenturen können interessierte Kommunen jedoch beim Auf- und Ausbau eines datenbasierten Bildungsmanagements unterstützen. Sie bieten den an der Transferinitiative teilnehmenden Kommunen kostenlose Beratung, sowie Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen an.