HIV

Infektionen mit dem HI-Virus (human immunodeficiency virus HIV) zählen trotz der weltweiten Verbreitung zu den armutsbegünstigten Krankheiten. Das Bundesforschungsministerium unterstützt die Forschung zu diesen Krankheiten mit zahlreichen Programmen.

3D-Illustration des HI-Virus © Thinkstock

Verbreitung

Die Viruserkrankung HIV ist weltweit verbreitet, wobei Subsahara-Afrika am stärksten betroffen ist. 2017 waren weltweit etwa 36,9 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Davon waren 1,8 Millionen Neuinfektionen. Mehr als eine Millionen Menschen starben 2017 an AIDS.

Krankheitslast

Seit es Medikamente zur Behandlung von HIV gibt, können Menschen lange mit dem Virus leben. Unbehandelt kann das Immunsystem jedoch irgendwann die Virenvermehrung nicht mehr kontrollieren und eine ausgeprägte Immunschwäche ist die Folge. Schwerwiegende Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall der Speiseröhre oder bestimmte Krebsarten können sich dann ungehindert entwickeln. Erst in diesem Stadium der Krankheit spricht man von AIDS.

Behandlung

Bisher ist eine HIV-Infektion nicht heilbar. Es gibt inzwischen jedoch über 20 Medikamente gegen die Vermehrung von HI-Viren, und neue befinden sich in der Entwicklung. Vor allem moderne Kombinationstherapien (auch: antiretrovirale Therapie = ART; hoch aktive ART = HAART) können dem Virus einiges entgegensetzen.

Übertragungsweg

HIV ist relativ schwer übertragbar. Ein Infektionsrisiko besteht nur, wenn infektiöse Körperflüssigkeiten mit Wunden oder Schleimhäuten in Berührung kommen. Zu diesen Körperflüssigkeiten gehören vor allem Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit und der Flüssigkeitsfilm auf der Schleimhaut des Enddarms.

Die Forschungsinitiativen des BMBF