Hochschulen öffnen sich neuen Zielgruppen

Mit dem Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ förderten Bund und Länder den Auf- und Ausbau weiterbildender Studienangebote für neue Zielgruppen.

Studenten in Bibliothek
Wiedereinsteiger und Berufstätige: Die Hochschulen öffnen sich neuen Gruppen. © Thinkstock

Im Wettbewerb wurden zwischen 2011 und 2020 beispielsweise berufsbegleitende Studiengänge, Zertifikatsangebote und einzelne Module sowie Beratungsangebote entwickelt und erprobt, die auf lebenslanges wissenschaftliches Lernen zielten. Das fachliche Spektrum der Angebote war breit: Es reichte von der Mechatronik zur Pflegewissenschaft und von nachhaltiger Landwirtschaft bis zur IT-Sicherheit.

Miteinander von hochschulischer und beruflicher Bildung

Ziel des Bund-Länder-Wettbewerbs war es, Fachkräfte in Zeiten des demografischen und digitalen Wandels kontinuierlich weiterbilden zu können, damit sie ihre Aufgaben mit aktuellem Wissen meistern können. Dies gelingt am besten, wenn es ein Miteinander von hochschulischer und beruflicher Bildung gibt. Auch sollte die wissenschaftliche Weiterbildung an den Hochschulen durch nachhaltige Profilbildung gestärkt werden.

101 Hochschulen beteiligt

Das Programm bestand aus zwei Wettbewerbsrunden: die erste Runde von 2011 bis 2017 mit 50 verschiedenen Hochschulen: die zweite Runde von 2014 bis 2020 mit verdoppelter Anzahl an teilnehmenden Hochschulen. Die Förderung umfasste insgesamt 77 Projekte (53 Einzel- und 24 Verbundprojekte) an 101 verschiedenen deutschen Hochschulen (62 andere Hochschulen, 39 Universitäten) und vier außeruniversitären Forschungseinrichtungen bzw. weiteren Institutionen. Damit machte sich etwa jede vierte Hochschule über alle Bundesländer verteilt auf den Weg zur offenen Hochschule.

Weiterbildungsangebote im Regelbetrieb

376 wissenschaftliche Weiterbildungsangebote von Vorbereitungs- und Brückenkursen über Zertifikatsprogramme bis hin zu berufsbegleitenden Bachelor- und Masterstudiengängen wurden in diesen neun Jahren in den Regelbetrieb der im Rahmen des Bund-Länder-Wettbewerbs bundesweit geförderten Hochschulen überführt.

Erfolgsgeschichte interaktiv erzählt und visualisiert

Die Ergebnisse des Wettbewerbs sowie der Weg der erfolgreichen Bund-Länder-Kooperation sind in einer transmedialen, interaktiven Reportage („Scrollytelling“) dargestellt. Auf einem virtuellen Marktplatz werden die Ergebnisse der Projekte beschrieben und ihre Wirkung auf die deutsche Hochschullandschaft aufgezeigt. Darüber hinaus sind im Bund-Länder-Wettbewerb über 8.000 Veröffentlichungen aus den Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Projekte sowie der wissenschaftlichen Begleitung hervorgegangen.

Begleitende Akteure

Das Vorhaben „Innovationsunterstützende Maßnahmen zum Bund-Länder-Wettbewerb ‚Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen‘ (INNOVUM-OH)“ sollte zusätzlich dazu beitragen, insbesondere die Ergebnisse des Wettbewerbs, vor allem die erfolgreich entwickelten Angebote, Prozesse und Strukturen, bundesweit  zu vermitteln und in die Fläche zu überführen.

Der Wettbewerb wurde darüber hinaus von einer wissenschaftlichen Begleitung unterstützt und von einer Evaluation begleitet.

"Aufstieg durch Bildung"

Der Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ war Teil der im Jahr 2008 gestarteten Qualifizierungsinitiative „Aufstieg durch Bildung“. Darin hatten sich Bund und Länder die Aufgabe gestellt, die Bildungschancen aller Bürgerinnen und Bürger zu steigern. Die Qualifizierungsinitiative umfasste alle Lern- und Lebensphasen.