ICILS - International Computer and Information Literacy Study

Der sichere Umgang mit Computer- und Informationstechnik ist für die gesamte Bildungsbiographie besonders wichtig. Die Medienkompetenzen von Schülerinnen und Schülern der achten Klasse werden von der internationalen Vergleichsstudie "ICILS" erfasst.

Deutsche Schülerinnen und Schüler liegen im internationalen Vergleich von computer- und informationsbezogenen Kompetenzen im Mittelfeld. Das hat ICILS im Jahr 2013 gezeigt. © Thinkstock

Die internationale Vergleichsstudie "International Computer and Information Literacy Study" (ICILS) testet Kinder auf diese computer- und informationsbezogenen Kompetenzen:

  • Kompetenzen zur Nutzung von Technologien zur Recherche von Informationen (z. B. im Internet);
  • die Fähigkeit, die gefunden Informationen im Hinblick auf ihre Qualität/Nützlichkeit zu bewerten;
  • die Kompetenz, durch die Nutzung von Technologien Informationen zu verarbeiten und zu erzeugen;
  • die Kompetenz, neue Technologien zur Kommunikation von Informationen zu nutzen;
  • Kompetenzen für einen verantwortungsvollen und reflektierten Umgang mit ICT.

Darüber hinaus wird mit der Studie ermittelt, welchen Beitrag das deutsche Schulsystem zum Erwerb von ICT-Kenntnissen beiträgt und ob Medienkompetenz etwas mit Herkunft und Geschlecht zu tun haben. Außerdem wird erfasst, welche Einstellung die Schülerinnen und Schülern zu Computer- und Informationstechnik haben.

Verantwortet wird ICILS von der „International Association for the Evaluation of Educational Achievement“ (IEA). Bei der IEA handelt es sich um einen unabhängigen internationalen Verbund wissenschaftlicher Institutionen für Bildungsforschung.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die deutsche Teilnahme an dieser Studie. Wilfried Bos, Leiter des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der Technischen Universität Dortmund, und Birgit Eickelmann, Universität Paderborn, haben die nationale Koordination übernommen und dazu ein wissenschaftliches Konsortium eingerichtet.

Die Studie wurde erstmals im Jahr 2013 durchgeführt und die Ergebnisse November 2014 veröffentlicht. Befragt wurden Schülerinnen und Schülern der 8. Klassen sowie Lehrkräfte und Schulleitungen. Neben Deutschland haben sich rund 20 weitere Länder an dieser neuen internationalen Bildungsvergleichsstudie beteiligt.