IGLU - Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung

Wie gut können deutsche Grundschülerinnen und -schüler Texte lesen und verstehen? Das will IGLU, die Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung, herausfinden.

IGLU 2016 hat gezeigt: Kinder lesen seltener als früher „zum Vergnügen“

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Bei IGLU wird das Lesevermögen von Schülerinnen und Schülern der 4. Jahrgangsstufe im internationalen Vergleich getestet. Die Testaufgaben berücksichtigten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade des Textverstehens sowie zwei Textsorten, die Kinder in diesem Alter üblicherweise lesen: literarische Texte wie zum Beispiel Kurzgeschichten und informierende Texte wie zum Beispiel altersgerechte Lexikonartikel oder Faltblätter. Mit Hilfe von Fragebögen wurde zudem auch erfasst, wie gerne und wie häufig Kinder lesen.

Deutschland hat bereits viermal – in den Jahren 2016, 2011, 2006 sowie 2001 – an der Studie teilgenommen. Die Ergebnisse von IGLU 2016 wurden im Dezember 2017 veröffentlicht.

Die Leseleistungen der Viertklässlerinnen und Viertklässler in Deutschland liegen seit 2001 stabil über dem internationalen Mittelwert und im Bereich des EU- und OECD-Durchschnitts – trotz einer zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft. Allerdings ist es Deutschland nicht gelungen, seine Position in der internationalen Rangfolge zu halten. Während 2001 nur vier Staaten deutlich höhere Leistungsmittelwerte als Deutschland erzielten, waren es 2016 zwanzig.

In Deutschland wird IGLU unter der wissenschaftlichen Leitung von Wilfried Bos am Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) der Technischen Universität Dortmund durchgeführt. Die Studie ist international unter dem Namen PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study) bekannt. Sie wurde von der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) initiiert.