IGLU - Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung

Wie gut können deutsche Grundschülerinnen und – schüler Texte lesen und verstehen? Das will IGLU, die Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung, herausfinden.

IGLU aus dem Jahr 2011 hat gezeigt: Kinder lesen häufig und gerne in ihrer Freizeit. © Stiftung Lesen / BMBF / Tamara König

Bei IGLU wird das Lesevermögen von Schülerinnen und Schülern der 4. Jahrgangsstufe im internationalen Vergleich getestet. Die Testaufgaben berücksichtigten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade des Textverstehens sowie zwei Textsorten, die Kinder in diesem Alter üblicherweise lesen: literarische Texte wie zum Beispiel Kurzgeschichten und informierende Texte wie zum Beispiel altersgerechte Lexikonartikel oder Faltblätter. Mit Hilfe von Fragebögen wurde zudem auch erfasst, wie gerne und wie häufig Kinder lesen.

Deutschland hat bereits dreimal – in den Jahren 2011, 2006 sowie 2001 – an der Studie teilgenommen. Die Ergebnisse von IGLU 2011 wurden im Dezember 2012 veröffentlicht. Danach liegt Deutschland bei der Lesekompetenz im oberen Drittel der Teilnehmerstaaten. Deutschland erreicht damit ein Leistungsniveau, das vergleichbar ist mit dem Mittelwert der teilnehmenden Mitgliedstaaten der OECD und über den Mittelwert der teilnehmenden Mitgliedstaaten liegt.

In Deutschland wird IGLU unter der wissenschaftlichen Leitung von Wilfried Bos am Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) der Technischen Universität Dortmund durchgeführt. Die Studie ist international unter dem Namen PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study) bekannt. Sie wurde von der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) initiiert.