Innovation in der Hochschullehre

Mehr Austausch, bessere Vernetzung, schneller Wissenstransfer: Das wollen Bund und Länder in der Hochschullehre erreichen. Dafür planen sie eine eigenständige Organisationseinheit. Wo diese angesiedelt wird, entscheidet die GWK im Dezember.

Studium und Lehre vor Ort stärken, Lehrinnovationen gestalten, neue Lehr- und Lernformate: Dafür stehen jährlich 150 Millionen Euro bereit.

© EtiAmmos/Adobe Stock

Die Regierungschefinnen und -chefs von Bund und Ländern haben am 6. Juni 2019 die Bund-Länder-Vereinbarung „Innovation in der Hochschullehre“ beschlossen. Mit dieser Verwaltungsvereinbarung soll in Nachfolge des Qualitätspakts Lehre die Erneuerungsfähigkeit der Hochschullehre gefördert werden, damit sie sich besser und schneller auf neue gesellschaftliche Herausforderungen und Bedarfe aus Wissenschaft und Wirtschaft einstellen kann.

Eine neue weitgehend selbständige Organisationseinheit soll an einer bestehenden Trägerinstitution eingerichtet werden. Die Organisationseinheit soll den Austausch und die Vernetzung relevanter Akteure sowie den Wissenstransfer zu gelingender Lehre und zu neuen Ergebnissen und Erkenntnissen vorantreiben. Um kontinuierlich Anreize zu setzen, Lehr-Innovationen zu gestalten, soll die Entwicklung innovativer Studien- und Lehrformate durch eine entsprechende Förderung unterstützt werden. Die Förderlinien sollen beispielsweise auf die Stärkung der Hochschulen als Ort von Studium und Lehre, die Verbesserung der Studienbedingungen und auf konzeptionell-strukturelle Weiterentwicklungen abzielen. 150 Millionen Euro werden jährlich auf Dauer bereitgestellt, zunächst allein durch den Bund und ab 2024 mit Länderbeteiligung über 40 Millionen Euro. Weitere Informationen finden Sie hier.

Aktuell soll eine geeignete Trägerinstitution im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens gefunden werden. Die Auswahl erfolgt durch Bund und Länder in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz, voraussichtlich in ihrer Sitzung am 6. Dezember 2019.

Interessenbekundung

Die Interessenbekundung der Trägerinstitutionen ist beim Büro der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz bis zum 20. September 2019 elektronisch einzureichen (mehrtens@gwk-bonn.de).

Die Vorsitzenden der GWK-Facharbeitsgruppe „Innovation in der Hochschullehre“, Frau Schulte to Bühne (BMBF, Tel.: 030 1857-5121) und Frau Fröhlich (Senatskanzlei Berlin, Tel.: 030 9026-5030) stehen für Fragen zum Interessenbekundungsverfahren zur Verfügung.

Die Bekanntmachung finden Sie hier.