Innovations- und Technikanalysen (ITA)

Was bedeutet Privatsphäre in Zeiten von Facebook und Street View? Welche Chancen liegen in der Shared Economy für den Innovationsstandort Deutschland? Welche Auswirkungen haben Roboter und 3-D-Drucker auf den Wert und Erwerb von Arbeit?

Chancen und Risiken ausloten - mit Innovations- und Technikanalysen. © Thinkstock

Die Innovations- und Technikanalyse (ITA) des BMBF analysiert und bewertet neue fachübergreifende Themen von gesellschaftlicher Relevanz hinsichtlich ihrer Chancen und Risiken.

Dabei werden die vielfältigen Dimensionen zukünftiger Entwicklungen erfasst. Welche ökologischen und ökonomischen Konsequenzen hat ein Zukunftstrend? Welche gesellschaftlichen und ethischen Debatten müssen geführt werden? Welche juristischen Herausforderungen bestehen und welche Hürden müssen beseitigt werden, um die Risiken zu minimieren?

Die ITA untersucht Fragestellungen im Spannungsfeld technologischer Möglichkeiten, gesellschaftlicher Wertvorstellungen und wirtschaftlichen Anforderungen.

Diese sehr vielschichtigen Themen werden in der ITA im Rahmen von inter- und transdisziplinären Forschungsprojekten bearbeitet. Über partizipative Verfahren werden nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Bürger in die Technikfolgenabschätzung einbezogen.

Für Bürger werden forschungspolitische Entscheidungsprozesse nachvollziehbarer, transparenter und gestaltbarer. Auch für die Wirtschaft bieten die Erkenntnisse der ITA wertvolle Hinweise für die Forschung, Entwicklung, Produktion und Einführung innovativer und kundenfreundlicher Produkte und Dienstleistungen.

2014 wurden im Rahmen der ITA zwei Studien zur wissenschaftlichen Politikberatung abgeschlossen (s. „Publikationen“ rechts), die Teil eines umfassenderen Projektes des Global Science Forum der OECD waren. Die Ergebnisse dieses OECD-Projektes wurden im April 2015 in einer internationalen Studie publiziert.

Im Sommer 2014 hat das BMBF eine neue ITA-Bekanntmachung herausgegeben; Einsendeschluss für die Projekte war der 24. Oktober 2014. In einem mehrstufigen wissenschaftlichen Begutachtungsprozess wurden bis Sommer 2015 rund 25 ITA-Vorhaben für die zweijährige Förderung ausgewählt.