Innovations- und Technikanalyse (ITA)

Wie verändert die Digitalisierung den Arbeitsalltag der Menschen? Welche Chancen liegen in der Sharing-Economy für den Innovationsstandort Deutschland? Und wie muss ein Roboter aussehen, damit er von den Menschen akzeptiert wird?

Chancen und Risiken ausloten - mit der Innovations- und Technikanalyse. © BMBF

Die Innovations- und Technikanalyse (ITA) des BMBF analysiert und bewertet neue fachübergreifende Themen von gesellschaftlicher Relevanz hinsichtlich ihrer Chancen und Risiken.

Dabei werden die vielfältigen Dimensionen zukünftiger Entwicklungen erfasst. Welche ökologischen und ökonomischen Konsequenzen hat ein Zukunftstrend? Welche gesellschaftlichen und ethischen Debatten müssen geführt werden? Welche juristischen Herausforderungen bestehen und welche Hürden müssen beseitigt werden, um die Risiken zu minimieren?

Die ITA untersucht Fragestellungen im Spannungsfeld technologischer Möglichkeiten, gesellschaftlicher Wertvorstellungen und wirtschaftlichen Anforderungen.

Diese sehr vielschichtigen Themen werden in der ITA im Rahmen von inter- und transdisziplinären Forschungsprojekten bearbeitet. Über partizipative Verfahren werden nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Bürger in die Technikfolgenabschätzung einbezogen.

Für Bürger werden forschungspolitische Entscheidungsprozesse nachvollziehbarer, transparenter und gestaltbarer. Auch für die Wirtschaft bieten die Erkenntnisse der ITA wertvolle Hinweise für die Forschung, Entwicklung, Produktion und Einführung innovativer und kundenfreundlicher Produkte und Dienstleistungen.

2014 wurden im Rahmen der ITA zwei Studien zur wissenschaftlichen Politikberatung abgeschlossen (s. „Publikationen“ rechts), die Teil eines umfassenderen Projektes des Global Science Forum der OECD waren. Die Ergebnisse dieses OECD-Projektes wurden im April 2015 in einer internationalen Studie publiziert.

Von 2015 bis 2017 wurden 25 ITA-Forschungsprojekte aus folgenden Themenfeldern gefördert: Partizipation in Forschung und Innovation, Digitalisierung, Einstellungsforschung, flexible Konsum- und Eigentumsmodelle und neue globale Innovationspfade. Am 18. September 2017 wurde eine neue ITA-Förderrichtlinie veröffentlicht. Forschungsvorhaben zu folgenden Themenfeldern werden für zwei Jahr gefördert: künstliche Intelligenz und virtuelle Realitäten, digitale Plattformsysteme, kulturelle Diversität, Partizipationsfähigkeit sowie Governance von Innovationsprozessen. Einsendeschluss für die Projektskizzen ist der 13. November 2017.