Integration von Flüchtlingen: Großes Interesse der Kommunen an Koordinatorenprogramm

Schon achtzig Prozent der Kreise und kreisfreien Städte haben sich um die Finanzierung von Koordinatoren beworben, die Bildungsangebote für Flüchtlinge aufeinander abstimmen. Auf diesen Erfolg hat Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hingewiesen.

Johanna Wanka beim Start des Programms "Lesestart für Flüchtlingskinder" im Dezember 2015 in Berlin. © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Die kommunalen Koordinatorinnen und Koordinatoren sollen die lokalen Kräfte bündeln und das gemeinschaftliche Zusammenwirken aller Bildungsakteure vor Ort verbessern. "Mit ihren Kindergärten, Schulen und Weiterbildungsangeboten spielen die Kommunen eine zentrale Rolle bei der Integration von Flüchtlingen", sagte die Bundesministerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. 80 Prozent der insgesamt 402 antragsberechtigten Kreise und kreisfreien Städte haben eine Förderung beantragt, rund 190 Anträge sind bereits bewilligt worden. "Ich freue mich über das große Interesse an unserem Angebot", sagte Wanka.

Das Bundesbildungsministerium (BMBF) finanziert kommunale Koordinatoren mit bis zu 60 Millionen Euro. Die Stellen sind zunächst auf zwei Jahre begrenzt. Kreise und kreisfreie Städte können je nach Einwohnerzahl bis zu drei Stellen beantragen.