Internationale Kooperationen Grüner Wasserstoff

Mit einer neuen Rahmenbekanntmachung liefert das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Grundlage für die Förderung internationaler Forschungskooperationen rund um das Zukunftsthema „Grüner Wasserstoff“.

Internationale Forschungskooperation Grüner Wasserstoff
Internationale Forschungskooperation Grüner Wasserstoff © BMBF

BMBF investiert in internationale Wasserstoff-Kooperationen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung will die Erforschung von Grünem Wasserstoff entlang der gesamten Wertstoffketten vorantreiben. Ein Schlüssel hierfür ist die langfristig wirksame Vernetzung der deutschen Forschungslandschaft mit potenziellen Partnern im europäischen wie außereuropäischen Ausland. Eine Rahmenbekanntmachung zur Förderung deutscher Hochschulen, außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Forschungsprojekte, -netzwerke und Partnerschaften macht dies möglich. Sie bildet die Grundlage für die Ausgestaltung maßgeschneiderter Förderkonzepte mit internationalen Partnern.

„Als Innovationsland hat Deutschland die Chance, eine führende Rolle in der Erforschung, der Entwicklung und dem Export von Wasserstofftechnologien einzunehmen. Internationale Partnerschaften in Europa und der Welt sollen dafür entscheidende Impulse liefern. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt den Aufbau internationaler Kooperationen für Forschung und Innovation zu Grünem Wasserstoff deshalb mit dem neuen Ansatz der Rahmenbekanntmachung für internationale Forschungskooperationen.“

Dr. Stefan Kaufmann, MdB

Innovationsbeauftragter „Grüner Wasserstoff“ beim Bundesministerium für Bildung und Forschung

Die geförderten Vorhaben sollen dazu beitragen

  • die internationale Forschungszusammenarbeit zu fördern,
  • über die gesamte Innovations- und Wertschöpfungskette hinweg Forschungsbeiträge zu liefern,
  • deutsche Akteure am internationalen Fachdiskurs zu beteiligen,
  • die Sichtbarkeit des Forschungs- und Innovationsstandorts Deutschland im internationalen Wettbewerb zu erhöhen,
  • nachhaltige internationale Wissens- und Innovationsnetzwerke zu knüpfen,
  • die Leistungsfähigkeit Deutschlands als Forschungs- und Industriestandort zu bewahren und weiter auszubauen,
  • Kompetenzlücken des Forschungs- und Industriestandorts Deutschland bei Forschung, Entwicklung und Innovation zu schließen.

Förderfähig ist die Etablierung von Forschungsprojekten, -netzwerken und Partnerschaften zwischen Deutschland und einem oder mehreren Partnerländern entlang der gesamten Wasserstoffwertschöpfungskette.

Folgende Maßnahmen werden gefördert:

Internationale Vernetzungs- und Sondierungsmaßnahmen mit Forschungskomponenten

Förderung internationaler Projekte zur Eruierung von Kooperationspotenzialen, der Vorbereitung neuer Partnerschaften oder konkreten Kooperationsvorhaben sowie der Weiterentwicklung von bestehenden Partnerschaften.

Internationale Forschungsprojekte mit Pilotcharakter (mit optionaler Industriebeteiligung)

Förderung internationaler Forschungsprojekte, die primär die FuE-Zusammenarbeit deutscher Einrichtungen mit internationalen Partnern vorantreiben.

Internationale Verbundforschungsprojekte mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie (2+2)

Förderung von Forschungsprojekten, an denen sowohl auf deutscher als auch auf ausländischer Seite je eine Hochschule bzw. außeruniversitäre Forschungseinrichtung und jeweils ein Unternehmen beteiligt sind.

Internationalisierung von regionalen Innovationsclustern und Netzwerken

Förderung der Erstellung von Internationalisierungskonzepten für regionale Innovationscluster oder Netzwerke, die in Deutschland angesiedelt sind.

Wissenschaftliche Kompetenzzentren

Förderung des Aufbaus nachhaltiger, länderübergreifender Institutspartnerschaften und Kompetenzzentren in Deutschland und/oder in einem Partnerland.

Technologiekooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft im Rahmen von EUREKA

Förderung von Forschungsprojekten, die in europäischer und internationaler Zusammenarbeit mit Partnern aus den Zielländern einem oder mehreren Handlungsfeldern der Rahmenbekanntmachung zuzuordnen sind. Darüber hinaus kann der Gegenstand der Förderung durch aktuelle Bekanntmachungen von EUREKA im thematischen Geltungsbereich dieser Bekanntmachung ergänzt werden.

Wissenschaftliches Begleitprojekt

Förderung eines übergreifenden wissenschaftlichen Begleitprojekts, das die Auswirkungen der Fördermaßnahmen auf die Wasserstoffbranche in Deutschland einerseits und auf die Aktivitäten in den Partnerländern andererseits erforscht.

Details finden Sie im vollständigen Text der Rahmenbekanntmachung, die Sie als PDF in der Navigation rechts herunterladen können. 

Spezifische Förderaufrufe

Nach ihrer Veröffentlichung im März 2021 bildet die Rahmenbekanntmachung die Grundlage für spezifische Förderaufrufe. Details zu den Förderaufrufen inklusive der Partnerländer, exakter Geltungsdauer sowie Art, Umfang und Höhe der Zuwendung, finden Sie in der Rubrik „Förderaufrufe“ .